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So

25

Sep

2016

Finale mit Poncho beim Jacken-Sew-Along

Liebe Nähbegeisterte,

 

dieser Sew-Along ist wie im Fluge vergangen. Jedenfalls kam es mir so vor. Vermutlich, weil ich eine ganze Woche dazwischen in England war. Dort habe ich mich natürlich in Sachen Stoffeinkauf weitergebildet. In London gibt es jede Menge tolle Adressen. Davon erzähle ich mal genauer in einem eigenen Post.

 

Hier geht es um den Jacken-Sew-Along von Elke von ellepuls.com.

Ich war total beeindruckt, wie viele von Euch sich gleich in sehr aufwendige Jackenabenteuer gestürzt haben. Hut ab! Und wie ich schon gesehen habe, hat das bei den Meisten hervorragend geklappt!

 

Ich hatte mir erstmal einfache Projekte vorgenommen, wie ein Cape bzw. Poncho oder ein Plaidmantel. Ich dachte, dann könnte ich ja mindestens zwei Sachen im Rahmen des Jacken-Sew-Alongs fertigstellen. Ich war total motiviert. Mir fehlte dann aber der Stoff ;-) für das Plaid, den ich zwar in London gefunden habe, aber dann nicht mehr dazu kam, ihn zu waschen. Geschweige denn in ein Kleidungsstück zu verwandeln.

 

Nun ist es "nur" der Poncho nach dem Schemaschnitt aus der Fashionstyle 02/2015 geworden, aber mit dem bin ich sehr zufrieden.

Auch mit dem Kragen habe ich mich mittlerweile ausgesöhnt.

 

Trägt sich sehr gut. Und war abends in der schönen Heide, wo mein Mann mich fotografiert hat, genau das richtige Kleidungsstück.

 

Ich liebe diesen Ort. Die reine Naturidylle. Ab und zu verirrt sich mal ein Auto dorthin, aber ansonsten hat man das Gefühl, ganz weit weg von der Zivilisation zu sein. Herrlich entspannend!

 

Aber jetzt wollt Ihr bestimmt endlich Bilder sehen. Na dann,Vorhang auf:

 

Poncho aus Wollstoff in der Heide fotografiert © GriseldaK 2016
Poncho aus Wollstoff in der Heide fotografiert © GriseldaK 2016
Poncho aus Wollstoff in der Heide fotografiert © GriseldaK 2016
Poncho zum Abheben © GriseldaK 2016
Poncho aus Wollstoff in der Heide fotografiert © GriseldaK 2016
Poncho zum Tanzen © GriseldaK 2016
Poncho aus Wollstoff in der Heide fotografiert © GriseldaK 2016
Schemaschnitt aus zwei Rechtecken = Poncho © GriseldaK 2016
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So

18

Sep

2016

Jacken-Sew-Along Teil 2 und 3

Nach einmal aussetzen zurück beim wunderbaren Jacken-Sew-Along von Elke von ellepuls.com.

 

Ich werde dann mal die Fragen von Teil 2 und 3 in diesem Post beantworten. Dann bin ich wieder im Sew-Along-Plan ;-)

 

Wie ich gesehen habe, sind einige schon sehr weit gekommen. Ich bin auch fast fertig. Aber mein Beitrag ist auch nicht so aufwendig.

 

Wie Ihr im Foto sehen könnt habe ich mich für das Cape entschieden. Der Stoff war ja schon festgelegt. Herzlichen Dank für Eure lieben und hilfreichen Kommentare. Meine noch vage Tendenz zum Cape wurde von der überwiegenden Mehrheit bestätigt. :-)

 

Und hier ist es nun. Inzwischen auch gesäumt. Es fehlen nur noch die Druckknöpfe. Da muss ich nächste Woche aber noch schauen, was am besten passt. An den Kragen kommen zwei und einer je rechts und links an den Flügeln, sodass Armlöcher entstehen.

 

© GriseldaK 2016
Cape nach dem Schnitt aus der Fashionstyle 02/2015 © GriseldaK 2016

Zu Elkes Fragen:

Am Schnitt habe ich nichts geändert.

Für die Nähte habe ich einen kleinen Zickzackstich genommen, damit er mit dem Strickstoff mitgeht, ihn aber auch nicht zu sehr leiern lässt.

Die Hürde war der Halsausschnitt. Ich musste den Ausschnitt für den Kragen mitten in den Stoff schneiden. Erst dachte ich, okay, ich schneide in der Mitte einen Schlitz in der angegebenen Größe. Dann habe ich mir die Schemazeichnung noch mal genauer angesehen. Und, ach je, na klar, ich muss ja eine Art Rundung hineinschneiden. Auweia.

Irgendwie ja auch logisch, der Kragen ist ja auch rund.

Im Halsausschnitt muss man natürlich auch noch einen Zentimeter NZ einrechnen. So was vergesse ich auch schnell mal.

Ich habe dann eine Art U-Boot ausgeschnitten und das hat auch sehr gut hingehauen. Der Kragen ließ sich ohne Falten einsetzen. Da war ich sehr erleichtert. Das Ergebnis von links seht Ihr im nächsten Bild.

 

© GriseldaK 2016
Halsausschnitt von der linken Seite © GriseldaK 2016

Den Zwischenstand habe ich ja schon oben präsentiert.

Ich bin mit dem Kragen noch nicht so im Reinen. Er labbert noch unmotiviert in der Gegend herum. Wenn ich eine gute Knopflösung gefunden habe, hoffe ich, dass er dann besser fällt.

Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden. Das Cape sitzt gut auf den Schultern.

Mit Tipps und Tricks kann ich bei diesem schlichten Projekt jetzt nicht groß dienen.

Wenn jemand noch Ideen für die Kragenknöpfe hat, immer her damit.

 

Parallel zur Knopfsuche möchte ich nächste Woche noch mit dem Plaidmantel beginnen. Ich habe nämlich den passenden Stoff (s.u.)gefunden!!

 

Das ist auch der Grund, warum ich letzte Woche beim 2. Teil des Jacken-Sew-Along geschwänzt habe. Ich war nämlich im schönen London und habe unter anderem auch einige verführerische Stoffläden durchforstet. Praktischerweise sind die meisten in derselben Straße angesiedelt. Aber davon möchte ich in einem anderen Post mal ausführlicher berichten.

 

In einem der traumhaften Stoffshoppingparadise gibt es einen ganzen Keller mit Resten, die noch auf dem Ballen aufgewickelt sind. Da gibt es alles von Seide bis Fakefur. Die Preise sind pro Ballen egal wie viel da drauf ist. So habe ich 3m Strickstoff für 23 Pfund erstanden. Ich kann mir diesen Stoff sehr gut für den Plaidmantel vorstellen.

 

 

© GriseldaK 2016
Strickstoff für Plaidmantel © GriseldaK 2016
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So

04

Sep

2016

Jacken-Sew-Along Teil 1

Ich liebe Sew-Alongs!

 

Eben habe ich noch ein Sommerkleid genäht, aber ehe man sich's versieht, ist Herbst und frau braucht etwas kuschelig Warmes für die Übergangszeit zum Anziehen.

Hier kommt mir der Jacken-Sew-Along, den Elke ab heute an vier Sonntagen im September auf ihrem Blog ellepuls.com veranstaltet gerade recht. Liebe Elke, vielen Dank für diese Aktion!

 

Auf einem ersten Post dazu, nämlich hier, hat sie schon sehr viele Inspirationen für Jacken und Stoffe gesammelt, falls man noch Anregungen braucht. Eine tolle Arbeit und es sind wirklich schöne Sachen dabei.

 

Teil 1 des Sew-Alongs ist für mich der Schönste, weil es dann immer um eine Auswahl an möglichen Schnitten und dazu passenden Stoffen geht. Es ist immer toll, was jede einzelne Teilnehmerin so an Schätzen präsentiert. Sehr inspirierend. Führt leider auch dazu, dass mir die Festlegung auf ein Projekt noch schwerer fällt. Dieses Mal habe ich mich wenigstens schon für einen Stoff entschieden!

 

Wie der Zufall es will, habe ich gerade 2m eines schönen Wollstoffs günstig im Warenhaus erstanden und wollte daraus etwas Schönes für die kühlen Tage zaubern. Eigentlich eher etwas Pulloverartiges, aber vielleicht kriege ich auch eine Jacke hin.

 

Hier ist schon mal der Stoff:

© GriseldaK 2016
Stoff aus Wolle/Polyester © GriseldaK 2016

Er gefiel mir gleich gut, weil meine Lieblingsklamottenfarbe Jeansblau drin ist und ein schönes Wollweiss. Sehr kombinationsfreudig, denke ich.

Und ich kann beide Seiten des Stoffes als rechte Seite verwenden.

Da könnte ich z.B. einen Kragen mit der jeweiligen anderen Seite nähen.

 

Ich habe mein gesamtes Schnittmusterarchiv nach möglichen Schnitten durchforstet und natürlich Etliches gefunden, was ich gerne nähen würde.

Aber der Stoff hat die Auswahl zum Glück sehr eingegrenzt.

 

Weil ich eigentlich etwas pulloverartiges nähen wollte, habe ich gedacht, wäre ein Cape oder Plaid doch ein guter Kompromiss aus Jacke und Pullover.

Und es wäre auch noch sehr einfach zu verwirklichen.

 

 

Hier also die Schnitte, die ich in die engere Wahl gezogen habe:

© fashionstyle 02/2015
Poncho nach Schemazeichnung aus © fashionstyle 02/2015

Dieser Poncho aus der fashionstyle 02/2015 wäre total gut geeignet für den Stoff. Hier könnte ich den Kragen mit der linken Stoffseite nähen.

Gibt auch kein Schnittmuster, nur gerade Teile und am Kragen zwei Druckknöpfe.

Sieht schick aus und man muss ihn nur überwerfen.

 

© burdastyle 11/2014
Plaidmantel aus © burdastyle 11/2014

Dieser Plaidmantel aus der burdastyle 11/2014 dürfte auch nicht schwer zu nähen sein. Gefällt mir auch sehr gut als Wohlfühlteil.

Den kann ich vielleicht sogar als Wendemodell benutzen.

Auch ein Schemaschnitt.

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Do

01

Sep

2016

Auf Sommerrock-SewAlong folgt Sommerkleid-Nähmob.

Der Sommer ist zurück! Wie schön. 

 

 Neulich erfuhr ich auf Instagram von einer seltsamen Aktion namens #nähmob. Annelie von Ahoi rief schon zum 3. Mal alle nähwütigen Mädels zusammen.

 

Frau sollte sich ein Sommerkleid nähen und mit Sonnenbrille und Eis vor der Kamera posen. Das schönste bzw. bekloppteste Foto sollte ihr dann bis zu einem bestimmten Termin zugeschickt werden.

Klingt nach Spaß, dachte ich.

 

Mir waren die ersten beiden Aktionen leider entgangen und diese hätte ich auch fast verpasst, wenn Annelie sich nicht zu einer Verlängerung hätte breitschlagen lassen. So konnte ich ohne Streß doch noch beim #nähmob3 mitmachen. Wer mehr darüber erfahren möchte und die tolle Collage von Annelie aus einer Menge fantastischer Fotos mit Kleid, Sonnenbrille und Eiscreme von letzter Woche noch nicht gesehen hat, sollte sich das hier mal anschauen!

 

Vielen Dank, liebe Annelie, für die tolle Idee und das wundervolle Ergebnis, sowie die lustigen Erfahrungen beim Fotoshooting mit Eis. ;-) Da musste man schnell sein. Mein Eis hatte einen sehr starken Drang zum Verflüssigen.

 

Ich wusste sofort, welches Kleid ich nähen wollte.

Das war jetzt die Gelegenheit, endlich das Carmenkleid aus der "La Siciliana" Serie aus der Burdastyle 5/2012 anzugehen. Ich habe in diesem Post vor etwas längerer Zeit eine selbstauferlegte Challenge angekündigt, die besagt, alle Modelle aus der Plusserie dieses Heftes zu nähen. Ich wusste nur nicht, dass ich dazu sooooo lange brauchen würde. Dass ich immer noch Lust habe, auch die restlichen Modelle zu nähen, bestätigt mir aber, das die Schnitte einfach toll sind und zeitlos.

 

Und das wichtigste: Sie geben einem dieses Gefühl von La Dolce Vita!

Und jetzt noch GELATO dazu und eine coole Sonnenbrille. Italien, ich komme.

 

Vorhang auf für meine Nähmob-Parade:

© GriseldaK 2016
Modell Freiheitsstatue © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
My new summerdress, the sun and icecream makes me singing © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
and dancing © GriseldaK 2016
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So

26

Jun

2016

Sommerrock-SewAlong: Finale - Der Sommer kann kommen!

Heute ist Finale beim Sommerrock-SewAlong von Lucy und Meike. Tusch!

Sommerrocksewalong

Ich habe schon mal gespitzt und sah viele schöne Röcke schwingen.

 

Meiner ist gestern fertig geworden. Ich hätte gerne noch zwei genäht, aber das ließ die Zeit nicht zu. Die letzten beiden Sonntage musste ich urlaubsbedingt aussetzen, ich Arme :-) Naja, der Campingurlaub am Lago Maggiore ist eine ganz schöne Herausforderung gewesen. Wir hatten von 5 Tagen gefühlt vier fast immer Starkregen, aber es gab auch ein paar gnädige Sonnenstunden und deswegen habe ich zum Sommerrock nähen doch ein bisschen Italienflair mitnehmen können. Ich finde, dass sieht man dem Rock auch an. Ich fühle mich darin wie eine italienische Landfrau.

 

Entschuldigt bitte die grottigen Tragefotos. Hier war gestern heftiges Gewitter mit kurzzeitigem Stromausfall. Damit Ihr noch einen besseren Eindruck bekommt, habe ich auf dem Boden noch die Vorder-und Rückseite des Rocks fotografiert.

 

©GriseldaK 2016
Sommerrock mit Falten ©GriseldaK 2016
©GriseldaK 2016
Sommerrock mit Falten ©GriseldaK 2016
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So

05

Jun

2016

Sommerrock-SewAlong: Inspiration, Schnitte, Materialien

sommerrock-sewalong 2016

Heute geht es los.

 

Die unermüdlichen und beliebten Vorbilder in Sachen eigene Garderobe schneidern, Lucy und Meike, wollen uns inspirieren, wieder Sommerröcke zu nähen oder endlich damit anzufangen.

 

An vier Sonntagen von heute an, können sich alle Teilnehmerinnen untereinander zu diesem Thema austauschen und ihre Erfahrungen beim Nähen ihres persönlichen Sommerrockdesigns erzählen. Nächsten Sonntag gibt es sogar einen Workshop zum Thema.

 

Hier ist der Zeitplan:

 

5.6. Inspiration, Schnitte und Materialien

12.6. Es geht auch ganz einfach: Ein Tag ein Rock-Workshop von Sybille
19.6. Details, Details, Details - Rockbund, Taschen und Säume
26.6. Finale: Der Sommer und die Sommerferien können kommen!

 

Einen Rock selbst zu nähen ist ja ein ziemlich gutes Anfängernähprojekt.

 

Ich bin zwar keine Nähanfängerin und habe mir auch schon Röcke genäht, bevorzugt Bleistiftröcke (z.B. mein sehr kombinationsfreudiger Lieblingsrock 1x mit Schluppenbluse, 1x mit Raglanbluse und 1x mit Kimonoshirt), aber ein Sommerrock war noch nicht dabei.

Deshalb kommt mir dieser Sommerrock-SewAlong sehr gelegen.

 

Ich habe mal meine diversen Schnittmusterhefte durchgekämmt und werde jetzt eine kleine Inspirationsparade durchlaufen lassen. Denn ich habe ziemlich viele Favoriten. Da fällt die Entscheidung schwer. Ich möchte aber Stoff aus meinem Fundus verwenden. Das könnte die Schnittauswahl vielleicht schnell eingrenzen.

 

Wichtige Kriterien sind meiner Meinung nach die Passform bzw. was einem so steht. Welche Länge? Mini, Midi, Maxi? Welche Bundhöhe? Weitschwingend oder enganliegend? Was frau schön findet, muss ihr nicht unbedingt stehen... Und wie alltagstauglich ist eigentlich der Rock, den ich mir nähen möchte? 

 

All diese Überlegungen gingen mir natürlich bei der Auswahl der potentiellen Rockmodelle durch den Kopf.

 

Nun auf zur Inspirationsparade. Den Anfang machen die enganliegenden Modelle:

 

 

Jeansrock
Jeansrock "Holly" aus La Maison Victor 2/2016 ©LMV

Dieses Modell "Holly" aus der La Maison Victor 2/2016 würde ich als klassischen Jeansrock bezeichnen. Enganliegend und eher kurz. Die Herausforderung wären die ganzen sichtbaren Nähte.

 

Jeansminiröcke finde ich generell super, aber die Länge ist nichts mehr für mich. Ich würde ihn, falls ich diesen Schnitt nähe auf jeden Fall bis Kniehöhe verlängern. Der Rock hat ja einen Schlitz für die Bewegungsfreiheit, den ich dann natürlich tiefer legen müsste.

 

Ist auf jeden Fall in der engeren Wahl.

Rock mit hohem Schlitz vorne
Bleistiftrock aus Burdastyle 4/2016 ©burdastyle

Der zweite Rock ist Modell 113A aus der Burdastyle 4/2016.

 

Hier gefällt mir die Optik sehr gut. Ich zweifle aber an der Tragfähigkeit beim Sitzen. Da klafft vielleicht zuviel auf.

 

Überlege gerade, wie es aussehen würde, wenn man den Schlitz weglässt und stattdessen optisch einen Streifen dorthin setzt oder farbig unterschiedliche Stoffteile zusammennäht.

 

Wenn jemand Erfahrungen mit diesem Rock hat, her damit!

 

Das Oberteil auf dem Bild würde mich übrigens auch reizen.

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So

24

Apr

2016

Top "Berlin" aus La Maison Victor and #fashionrevolutionday

© GriseldaK 2016
I make my clothes! © GriseldaK 2016

Ich muss Abbitte leisten,

 

auf Instagram hatte ich angekündigt, dass ich bei Rums mein neuestes Nähmachwerk vorstelle. Daraus wurde leider nix. Ich werde nie wieder etwas ankündigen, was ich nicht auch tun werde...öhm...man soll ja nie nie sagen ;-)

Schwamm drüber, heute ist #fashionrevolutionday!

Das ist auf jeden Fall auch ein guter Termin, um Selbstgenähtes vorzustellen.

 

Ich bin übrigens nicht zum Selbernähen gekommen, weil diese armen Arbeiter in Bangladesh beim Einsturz des Rana Plaza vor genau drei Jahren Ihr Leben lassen mussten oder verletzt wurden. Dieses schreckliche Ereignis hat mich eher noch darin bestärkt, noch mehr Kleidung selbst zu machen.

 

Ich bin eigentlich zum Nähen gekommen, weil mir die Qualität, die ich gerne gekauft hätte, nicht mehr leisten konnte. Ich gebe zu, dass ich früher oft und gerne in den einschlägigen Fast Fashion Läden geshoppt habe, aber irgendwann kam der Zeitpunkt, wo ich immer öfter enttäuscht von der Stoffqualität, ja hauptsächlich der Qualität der Stoffe, ohne was zu kaufen aus dem Laden gegangen bin.

Natürlich gab es auch andere Gründe, wie z.B. Farben, Schnitte, Größen. Ab einem gewissen Alter ist die Auswahl leider nicht mehr so groß.

 

Ich bin dann öfter in Second Hand Läden gegangen, wo es manchen Schatz zu heben gab. Aber dort war es eher Glück, wenn ich etwas, dass mir gefiel in meiner Größe fand.

 

Frust machte sich breit. Ein ganzer Schrank voll nix zum Anziehen? Ich wollte die billigen Fummel einfach nicht kaufen. Etwas musste anders werden. Zum Glück hatte meine Mutter keine Verwendung mehr für ihre Nähmaschine und übergab sie mir.

 

Hier begann meine persönliche Fashionrevolution. Sehr zögerlich übrigens, aber das Nähen wurde bald zur Leidenschaft. Geschürt von der Erkenntnis, damit auch eine neue Freiheit in der Kleiderwahl gewonnen zu haben. Ich konnte jetzt Schnitte auswählen, die Stoffe und die Passform und alles auch noch so wie ich wollte miteinander kombinieren! Der totale Punk! Unabhängig von dem, was in den Shops angeboten wird. Wow!

Der interessante Nebeneffekt dabei: Ich wollte danach gar nicht mehr Kleider shoppen gehen! Macht sowieso keinen Spass, wenn frau stundenlang auf eine freie Umkleidekabine warten muss. Oder die Pakete von der Online-Bestellung landen beim Nachbarn, der Nachtschicht hat oder bei der Postfiliale, die schon zu hat, wenn man von der Arbeit kommt. Es hatte also mehrere Vorteile, sich die Klamotten selbst zu schneidern.

 

Unter anderem natürlich auch: #nähenmachtspass und #nähenverbindet!! :-)

 

Wenn ich mich mal wieder in so eine Fashionhölle verirre oder aus nostalgischen Gründen pilgere, denke ich beim Befummeln und Betrachten der Klamotten an der Stange oft, dass ich das auch selbst nähen könnte. Da ich aber leider noch nicht die Supernähvirtuosin bin, muss ich manchmal doch etwas kaufen. Da bin ich mittlerweile sehr wählerisch geworden und ich versuche nachhaltig einzukaufen. Heisst in meinem Fall hauptsächlich, wie lange werde ich das gekaufte Kleidungsstück tragen? Sachen, die mir richtig gut gefallen, trage ich schon mal bis sie mir vom Leibe fallen. 

Und danach kann man aus den alten Wegbegleitern ja noch was Neues zaubern.

 

Ich würde auch gerne viel mehr aus Stoffen nähen, die fair und nachhaltig produziert werden, aber das kann ich mir im Moment nur sporadisch leisten. Zum Glück gibt es liebe Menschen, die von meiner Nähleidenschaft wissen und mir hin und wieder eine Tüte voll Stoff vermachen! Dafür bin ich sehr dankbar und meine Kommoden gut gefüllt.

 

Seitdem ich nähe, hat sich natürlich auch eine viel größere Wertschätzung für die Herstellung von Kleidungsstücken entwickelt. Da kann ich nicht mit guten Gewissen eine neue Hose für 9 € kaufen. Da frage ich mich #whomademyclothes und was hat sie bzw. er da noch dran verdient?

Allerdings hat die Cordhose, die ich oben auf dem Bild trage nicht viel mehr gekostet und sie war nicht gebraucht! Das möchte ich hier gestehen. Aber ich brauchte schnell eine und sie gefiel mir total gut. Und ich weiss, dass ich sie tragen werde bis sie mir vom Leibe fällt!

Das ist bei mir und Cordhosen immer so ;-)!

 

 

Nun bin ich wieder bei meiner Klamotte angekommen und möchte Euch endlich mehr Bilder von meinem neuen selbstgemachten Frühlingsfummel zeigen.

 

Hat eigentlich irgendjemand den Text gelesen? Ihr wollt doch nur Fotos sehen! ;-)Das ist okay. Ich lese auch nicht immer alle Texte. Sorry! Ist ja auch ziemlich lang geworden...nun aber endlich Fotos vom

 

TOP "Berlin" aus La Maison Victor Ausgabe 2/2016:

© GriseldaK 2016
Top Berlin, von oben, U-Bootausschnitt © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin mit 3/4-Ärmeln © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin mit U-Bootausschnitt aus Seide © GriseldaK 2016
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Mi

13

Apr

2016

Bella Figura - Reloaded und Bewerbung beim Burdastyle Talent 2016

+++Mit meinem derzeitigen Lieblingsoutfit mache ich auch beim MeMadeMittwoch mit. Dort gibt es heute eine Überraschung. Denn heute stellt sich ein nähender Mann vor. Es gibt sie also tatsächlich!! Eine seltene Spezies. Ich würde sagen, eine echte Bereicherung.

Und für mich geht es in die dritte Runde beim Burdastyle Talent 2016!+++

Seid gegrüßt, Ihr Nähverrückten!

 

Heute möchte ich Euch ein Outfit vorstellen, dass ich zur Hochzeit meiner Nichte im letzten Sommer getragen habe. Die Hochzeitsfeier fand auf einem alten riesigen Gut in Schleswig-Holstein statt.

 

Das Outfit hatte ich nicht extra für diesen Anlass genäht, sondern eigentlich, weil ich endlich mal wieder ein paar Schnitte aus meiner Lieblingsstrecke aus der Burdastyle 5/2012 nähen wollte. Genau vor zwei Jahren hatte ich in diesem launigen Artikel vollmundig angekündigt, dass ich alle Schnitte aus dieser wunderschönen Plusmodeserie nähen wollte.

 

Leider bin ich letztes Jahr auf dem Weg zur rassigen Italienerin ziemlich böse ausgebremst worden. Ich fiel in ein tiefes schwarzes Loch und seitdem bin ich mit mal mehr und mal weniger Erfolg dabei, mich wieder in die Sonne zu kämpfen. Dass ich jetzt aber wieder viel Lust zum Nähen verspüre und auch schon wieder an der Nähmaschine sitze, sagt mir, dass ich auf einem guten Weg bin.

© GriseldaK 2016
Kombination für eine Sommerhochzeit © GriseldaK 2016

Wie schon erwähnt, sind beide Teile meines Outfits aus der Burdastyle 5/2012. Die Schößchenjacke ist Modell 138 und das Kleid mit asymetrischer Wickeloptik ist Modell 141. Erst hatte ich gar nicht vor, sie zu kombinieren. Das ist mir erst eingefallen, als ich etwas zum Anziehen für die Hochzeit brauchte. Manchmal fügen sich die Dinge ja wie von selbst. Das geht mir beim Schneidern öfter so. Die reinste Magie!

 

Das Kleid wollte ich vor zwei Jahren schon in schokobraun. Den Stoff fand ich sehr günstig im Angebot im Kaufhaus. Es ist elastische Baumwolle, die leider furchtbar leicht knittert. Man bügelt sich damit 'nen Wolf und die Wickeloptik ist auch nicht sehr hilfreich.

 

Ich habe mich heute extra für den Artikel von meinem Mann fotografieren lassen und vorher sorgfältigst gebügelt. Aber es ist sehr schwierig für mich Bügelmuffel alles richtig schön hinzubekommen. Das nächste Foto zeigt die Wickeloptik am besten.

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Do

24

Mär

2016

Rattern und Schnattern beim Nähcamp 2016

Mein erstes Mal beim

Na, das war ein Wochenende. Es ist ja schon ein paar Tage her, aber ich bin immer noch ganz erfüllt von der Menge an Eindrücken, die ich beim Nähcamp 2016 gesammelt habe.

Und ich gebe zu, auch ein wenig überfordert, alles im Detail widerzugeben.

Deshalb möchte ich hier nur ein paar Fotos mit Nähcampimpressionen teilen und ein bisschen meinen persönlichen Senf dazugeben. :-)

 

Wer mehr über das Wochenende mit 58 nählustigen Frauen und gefühlten 1000 Nähmaschinen erfahren möchte, sollte sich unbedingt Elkes tolle Zusammenfassung zu Gemüte führen. Ihr möchte ich noch einmal 1000 Dank für die super Organisation sagen. Ihr ist es schon zum 3. Mal gelungen einen besonderen Event auf die Beine zu stellen.

 

So und nun geht es los mit meinen Nähcampimpressionen:

 

Nähcampimpressionen © GriseldaK 2016
Stress habe ich mir nicht gemacht. Aber aufgeregt war ich schon. © GriseldaK 2016
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Do

04

Jun

2015

Hosenglück beim Rums

Hallo,

 

zum ersten Rums im Juni. Endlich wird es wärmer.

 

Ich möchte Euch heute meine erste selbstgenähte Hose nicht ohne Stolz präsentieren! Gleichzeitig ist es eine weitere Erfolgsgeschichte meiner Erfahrungen mit dem Nähen im japanischen Stil!!

 

Wenn ich gewusst hätte, dass mir der Schnitt K aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori so gut passt, hätte ich nicht so eine lange Ich-habe-Angst-er-wird-nicht-passen-Pause eingelegt.

 

Zum Glück siegte irgendwann doch die Neugierde und ich habe das Ding komplett fertiggestellt.

Ist übrigens ganz leicht zu nähen.

Sie hat einen Gummibund und unten diese schönen Saumfalten. Die hatten es mir angetan.

Ich habe die größte Größe (13) gewählt und an den Seiten und Innennähten noch je 1 cm dazugegeben. Im Schritt hatte ich es vergessen, aber es hat trotzdem hingehauen. Vielleicht probiere ich da noch eine Zugabe bei der nächsten Variante.

 

Ich bin so glücklich und zufrieden damit, dass ich sie gar nicht wieder ausziehen möchte.

Habe sie auch schon gründlich getestet. Lange Spaziergänge oder gemütliche Aufenthalte im Café oder zuhause am Schreibtisch. Sie macht alles mit.

 

Der Stoff ist ein mittelschwerer Baumwollköper ohne Elastan. Aber sehr gemütlich, da die Oberfläche schön weich gekämmt ist. So mag ichs. Stammt wieder aus dem unerschöpflichen Fundus meiner Mutter.


Khaki ist die Farbe, welche man in meiner Garderobe sehr oft finden kann. Sehr kombinationsfreudig mit knalligen Farben oder schwarz wie hier auf den Bildern:

 

© GriseldaK 2015
Hose nach Schnitt K aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori, Stiebner Verlag © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Hose, Schnitt K aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori, S.17 © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Detail Saumfalten, Schnitt K aus "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori, S.17 © GriseldaK 2015
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Mi

13

Mai

2015

MeMadeMittwoch mit Motto - Wickelkleider

Liebe MeMade-Gemeinde,

 

heute ist beim MeMadeMittwoch das Motto "Wickelkleid" Thema.

Ich wollte unbedingt mitmachen. Mit diesem Modell von Burdastyle. Ich hatte vor einem Jahr großspurig angekündigt, dass ich mir dieses Kleid und alle anderen Schnitte der Siciliana-Serie innerhalb des Jahres nähen würde. Aber irgendwie wurde daraus nichts. Ich glaube, mir kam der erste JapanSewAlong dazwischen ;-)

Ich möchte die Sachen immer noch nähen, aber weil ich gerade an allen Fronten in meinem Leben zu kämpfen habe, komme ich einfach nicht dazu.

Aber ich hoffe, dass wird sich bald ändern, weil ich wohl bald ganz viel Zeit haben werde!

 

Apropos JapanSewAlong: In diesem Frühjahr gab es die zweite Ausgabe und ich habe in diesem Rahmen sehr viel Schönes genäht. Unter anderem auch ein Wickelkleid aus Samt. Ich mag es total gerne tragen. Es passt wie angegossen und ist vielseitig kombinierbar, wie man in diesem Post im unteren Teil nachlesen kann.

 

Hier ein Foto:

© GriseldaK 2015
Genäht nach Modell 1A auf S. 10/11 aus "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sha, Haupt Verlag © GriseldaK 2015

Als Kleid ist es für meinen Geschmack etwas Mini. Ich hatte nicht genug Stoff. Aber mit Röcken drunter geht es als Wickeljacke, quasi Kostümlösung locker durch.

Mit meinem schwarzen Bleistiftrock von der Siciliana-Serie habe ich sie auf der Beerdigung meiner Mutter getragen. Komisch, manchmal näht man sich einfach irgendein schönes Kleidungsstück ohne Zweck und dann läßt der Zweck bzw. Anlaß nicht lange auf sich warten. In diesem Fall hätte ich allerdings getrost darauf verzichten können. Meiner Mutter hätte das Outfit aber bestimmt gefallen. Stimmt's, Mama?

Der Samtstoff stammt übrigens auch aus ihrem Fundus.

 

So und nun stelle ich mich an die Seite der Wickelkleid-Parade beeindruckend vorgestellt von unserer gesamten MMM-Moderatorinnen-Crew.

Vorhang auf!


Liebe Grüße und einen schönen Himmelfahrtstag,

Griselda K

 

 

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Mo

16

Mär

2015

Japan Sew Along - Finale, 2. Teil

Hallo Ihr lieben Fans des japanischen Modedesigns,

 

a huge welcome to all of you...Nee, nee, ich bleibe beim deutschen Texten, aber ich habe gerade das Finale von The Great British Sewing Bee auf Youtube angeschaut ;-) Ja, die hatten gerade auch Finale. Vielleicht kennt die eine oder andere von Euch diese Sendung und hat die mittlerweile 3. Staffel so gespannt verfolgt wie ich. Dann ist Euch in der Finalfolge bestimmt aufgefallen, dass auch hier die japanischen Schnittmuster auf dem Vormarsch sind. Die erste Aufgabe war, ein asymetrisches drapiertes Shirt nach japanischen Schnittmuster zu nähen. Die Anleitung war allerdings auf Englisch. Ich hätte es cool gefunden, wenn sie nur die Abbildungen als Anleitung bekommen hätten, grins. War für die drei Finalisten, darunter übrigens zwei Männer!!!, aber wohl so schon sehr ungewohnt, einen solchen Schnitt umzusetzen.

 

Wir haben ja alle in dieser Hinsicht durch den Japan Sew Along schon eine Menge Erfahrungen gesammelt und Herausforderugen gemeistert. Und durch den regen Austausch jede Woche sogar mit internationaler Beteiligung bzw. Bereicherung sehr voneinander profitiert. Aber leider heisst es heute erst mal Abschied nehmen, denn heute ist finales Finale auf dem Tanoshii-Blog, wo uns Catrin vom stoffbüro endlich ihre Version des Turtleneck-Kleides präsentieren wird. Ich bin schon sehr gespannt!

 

Hach, ich kann es nur immer wieder schreiben, es macht mir so viel Spass mit Euch über die japanischen Schnitte zu fachsimpeln und die schönen Nähbücher anzuschauen. Man will sie am liebsten alle haben :-) Und natürlich auch Eure tollen Umsetzungen zu sehen und davon wiederunm inspiriert und ermutigt zu werden, den einen oder anderen Schnitt jetzt auch endlich in Angriff zu nehmen. Vielen Dank an Euch alle für die vielen lieben Kommentare und den regen Austausch. Es war großartig und wird hoffentlich wiederholt!!!

 

Und nun kommen gaaanz viele Fotos von meinem Nani Iro-Kleid und der Samtwickeljacke und nicht mehr so viel Text :-).

 

Zuerst das Nani Iro- bzw. Ratz-Fatz-Kleid, hier schon mal ohne Tragefotos vorgestellt, in sommerlicher Version:

© GriseldaK 2015
Genäht nach Modell J auf S. 20/21 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Nani Iro von 2008 © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015


Aber auch gut kombinierbar für die kühleren Tage:


© GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
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Mo

09

Mär

2015

Japan Sew Along - Finale, 1. Teil

Liebe Japan-Sew-Along Mitstreiterinnen,

 

heute sollte eigentlich das letzte Treffen des winterlichen Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog sein. Ohje, jetzt schon? Och nö...! Bin doch gerade erst warm geworden. Menno...

Aber im letzten Augenblick hat die fabelhafte Catrin vom stoffbüro das Ruder herumgerissen und uns noch eine Woche mehr beschert.

 

Liebe Catrin, Du hast wirklich ein großartiges Gespür für den richtigen Moment. Vielen Dank an dieser Stelle für Deine wieder tolle Organisation und Moderation dieses zweiten JSA. Es hat mir wieder so viel Spass gemacht. Der Sew Along kam zur richtigen Zeit und hat mein diesjähriges Nähfieber so richtig angefacht.

 

Über die Verlängerung bin ich froh, weil ich mir schon Sorgen gemacht habe, wie ich meinen drei entstandenen KLeidungsstücken in einem Blogartikel gerecht werden kann! Es soll ja diesmal auch um die Kombinationsmöglichkeiten der genähten japanischen Schnitte gehen. Da bieten sich ein paar Fotos und Beschreibungen mehr an.

 

Genäht habe ich also folgende Sachen:

 

1. ein Wickelkleid aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil"

2. ein Kleid a.einem Buch mit Kleidung f. Erwachsene u. Kinder v. Nani Iro

3. einen Sattelrock ebenfalls aus "Nähen im japanischen Stil"

 

Ich freue mich, dass ich so viel geschafft habe, weil ich noch so viele Schnitte der japanischen Designerinnen ausprobieren möchte. Da bin ich schon mal einen großen Schritt weiter! :-)

 

Heute soll es natürlich auch endlich mal Tragefotos geben! Yeah!

Aaaber...Ich spanne Euch noch ein bisschen auf die Folter, denn heute zum Finale, 1. Teil möchte ich erstmal meinen zuletzt genähten Sattelrock vorstellen. Da gibt es gleich die Entstehngsgeschichte und Tragefotos in einem. Und nächste Woche präsentiere ich dann das Kleid und die Samtjacke.

Hoffe, das ist in Eurem Sinne.

 

Und jetzt genug gefaselt. Erstmal ein paar Fotos:

© GriseldaK 2015
Einfacher Sattelrock nach dem Schnittmuster 5a aus "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sha © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Sattelrock in A-Linie mit Paspel © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Sattelrock, Rückansicht © GriseldaK 2015
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Mo

02

Mär

2015

Japan Sew Along - Vorletzte Woche, Zwischenstand II

Liebe Mitschneiderinnen,


kaum zu glauben, aber heute treffen wir uns zum vorletzten Mal beim winterlichen Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog. Dort moderiert die umtriebige und immer mit den schönsten Stoffen aufwartende Catrin vom stoffbüro alle Teilnehmerinnen gekonnt durch den zweiten Japan Sew Along. Heute mit folgenden Fragen:


Zwischenstand II: Kommt Ihr mit Euren Änderungen weiter? Oder ist in der Zwischenzeit noch ein weiteres Stück entstanden?


Und ich antworte: Ich habe ein weiteres Kleidungsstück in Angriff genommen und auch schon fertig. Wobei ich sogar vorher noch eine Probeversion genäht habe. Es ist Modell J aus dem original japanischen Nähbuch von Nani Iro für Erwachsene und Kinder. Es war mein zweiter Favourit.

Dieses Modell wird in dem Buch und auf dem Titel in insgesamt drei Versionen gezeigt und hatte mich schon beim letzten JSA angesprochen!


 

Ich habe ein Probemodell genäht, weil ich mir nicht sicher war, ob die größte Größe über meinen Astralkörper passt. Aber der Vorteil an diesem Kleid ist, wenn man die Anleitungsfotos entziffert hat, ist das schöne Kleid ratz-fatz genäht. Deshalb wird es bei mir auch das Ratz-Fatz-Kleid heissen :-)

Kurzum, ich würde sagen, es passt, wenn ich den Ausschnitt im Rücken nicht halb zunähe und auch auf die drei Haken und Ösen vorne verzichte, was im Schnittmuster vorgesehen ist. Dafür ist mein Oberkörper zu ausladend. Ansonsten habe ich gar nichts geändert. Länge und Weite gefallen mir wie sie sind.


Natürlich gibt es heute noch kein Tragefoto, aber wenigstens habe ich das schlichte Modell mit meiner Holzkette in Szene gesetzt.


 © GriseldaK 2015
Genäht nach Modell J auf S. 20/21 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Nani Iro von 2008 © GriseldaK 2015

Allerdings ist es wohl eher ein Frühlingskleid geworden. Drunter passen nur dünne Sachen. Aber ich werde in der nächsten Woche auch dafür noch nach Kombinationsmöglichkeiten schauen. Der Stoff gefällt mir zu dem Schnitt sehr gut. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind die beiden Flügel bzw. Träger des Oberteils, die bei mir gerne mal über die Schulter rutschen. Da ist Haltung angesagt. ;-)

Das Probemodell werde ich mir aber auch noch mal vornehmen und den Nessel einfärben, dann habe ich schon zwei Kleidchen. Das schaffe ich aber bis zum nächsten Mal nicht. Wenn ich das Probemodell vom Wickelkleid auch noch schön einfärbe (über die zu hoch sitzenden Abnäher werde ich großzügig hinwegsehen), habe ich in diesem Sew Along schon vier tragbare Teile genäht. Keine schlechte Ausbeute!

 

Dann möchte ich diese Woche gerne noch den Sattelrock aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil" ausprobieren. Habe aber noch keine Stoffidee. Ich hoffe, ich schaffe den Rock auch noch. Die Größe muss ich nämlich von schon passenden Röcken abnehmen. Die Größen im Buch sind nicht meine. Wieder eine neue Herausforderung.

Es bleibt also spannend :-)

 

Und nun lasse ich mich gerne wieder von Euch inspirieren.

Vielen Dank auch für Eure tollen Kommentare zu meinem Wickelkleid. Macht mich immer stolz und motiviert mich immens, wenn mein Gewerkel und Geschreibsel so gut ankommt!

 

Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche,

Griselda K


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Mo

23

Feb

2015

Japan Sew Along - 5.Woche, Zwischenstand I

Hallo, liebgewordene Nähfreundinnen,


 

vielen Dank für Eure Tipps und Ratschläge zu meiner Probeversion von letzter Woche. Gerade, weil ich letztes Mal ein wenig unsicher war, ob alles richtig sitzt und passt, haben mir Eure Kommentare sehr geholfen, mich für das Versetzen der Abnäher und gegen die Verlängerung des Oberteils zu entscheiden. VIELEN DAAANK!! Tolle Erfindung, so ein Sew Along. :-)


 

Ich kann Euch deshalb zum Zwischenstand I voller Stolz und Begeisterung das fertige Model präsentieren:


© GriseldaK 2015
Wickeljacke aus Samt © GriseldaK 2015

Das Foto wird diesem Luxusobjekt aus Samt nur wenig gerecht, aber mehr Licht war nicht.

Ist es nicht schön?....Ist es nicht toll? Ihr merkt schon, ich drehe fast durch vor Begeisterung ;-) Nix für ungut. Mit den Tragefotos spanne ich Euch natürlich auch noch bis zum Finale auf die Folter. Verrate aber jetzt schon, dass es wie angegossen sitzt.

 

So, und jetzt komme ich ganz langsam wieder auf die Erde geschwebt und beichte Euch, dass der Stoff leider wieder nicht gereicht hat. Das war ein kleiner Dämpfer im ersten Moment. Nachdem ich mich von dem Schock erholt hatte, habe ich das Wickelkleid kurzentschlossen zur Wickeljacke erklärt.

Ich habe dann das Rockteil um ca. 30 cm gekürzt und hinten auch aus Stoffmangel 4 cm Weite rausgenommen. Vorne habe ich das glatt vergessen, aber irgendwie stört das den Gesamteindruck nicht. Die Kräuselungen habe ich über die ganze Taille verteilt. Im Schnittmuster ist ein kleinerer Bereich eingezeichnet.

 

Der Samtstoff liess sich sehr gut verarbeiten. Habe zur Verarbeitung vorher etwas angelesen und herausgefunden, dass man Samtstoff gegen den Strich zuschneidet (alle Teile in einer Richtung!) und mit dem Strich näht. Das war schon mal sehr hilfreich.

Ein Synchronnähfuss bzw. Obertransport war auch sehr nützlich. Macht nur leider Abdrücke, wenn man auf der rechten Stoffseite nähen muss. Die konnte ich aber wieder rausbürsten.

 

Die Ärmel, dass möchte ich hier noch voller Stolz erwähnen, habe ich zum ersten Mal mit der Hand angenäht. Und das Ergebnis hat mich total überzeugt. Nie wieder unbeabsichtigte Falten an den Ärmelnähten. Brauchen die nicht noch eine Näherin bei Chanel?

 

Die Abnäher habe ich parallel nach unten versetzt, s. Foto. Danke an Lucy für die Tipps. Mit dem Abpausen hat das ganz gut geklappt.

Dadurch verändert sich aber die Seitenlinie etwas. Kann es sein, dass dadurch auch der Ausschnitt weiter nach unten wandert? Ich habe nämlich das Probekleid und das Samtkleid übereinander angezogen und entdeckt, dass der Ausschnitt vom Samtkleid tiefer liegt. Seltsam. Hat mich aber dazu inspiriert, noch ein Wickeloberteil zum Druntertragen zu nähen. Am liebsten aus Seide, aber das kann ich mir noch nicht leisten. :-) Mit den ganzen Stoffen übereinander kam ich mir sehr geishamässig vor ;-)

 

© GriseldaK 2015
Abnäher versetzen © GriseldaK 2015

Vielleicht kann ich die Wickeljacke mit Leggings auch als Mini-Wickelkleid tragen. Auf jeden Fall werde ich in der nächsten Woche mal meinen Kleiderschrank durchstöbern und schauen, was er so an Kombinationsmöglichkeiten hergibt. Ich habe da so eine Idee... Aber nähen werde ich als Nächstes das Kleid von Nani Iro aus dem blauen Stoff mit weissen Sternchen (mein zweiter Favourit). Das passt nicht so recht mit dem Samtkleid zusammen. ;-)

 

So, nun aber genug von mir. Ich bin schon sehr gespannt, wie die ersten Zwischenstände bei Euch auf dem Tanoshii-Blog aussehen.

 

Liebste Grüße,

Griselda K

 

 

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Mo

16

Feb

2015

Japan Sew Along - 4. Woche

Liebe Mitstreiterinnen beim Japan Sew Along,

 

heute geht es um die Fragen:

 

Habt Ihr schon losgelegt? Wie sind Eure ersten Erfahrungen mit den Schnitten und der Passform?

 

 

Zugeschnitten hatte ich letzte Woche schon und mich auch schon für einen Stoff für das Wickelkleid entschieden. Nun ist das Probeteil fertig.

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Größe L war die richtige Wahl. Die Länge insgesamt gefällt mir so und ebenfalls die Länge der Ärmel. Ich finde aber, dass das Oberteil noch etwas weiter sein könnte. Dann würde ich mich darin noch wohler fühlen. Ich habe halt breite Schultern und eine etwas üppigere Oberweite als die Japanerinnen.

Vielleicht könnte ich das Oberteil auch noch etwas verlängern. Bin mir da aber unsicher. Wer hat Tipps und Ratschläge?


Buxsen hatte mir letzte Woche noch den Tipp gegeben, auf die Lage der Abnäher zu achten. Ja, da ist was dran. Hier beim Probeteil sieht man, dass die so gar nicht an der richtigen Stelle sitzen. Die muss ich noch versetzen. Eine Herausforderung, weil ich das bis jetzt noch nie machen musste.

© GriseldaK 2015
Wickelkleid, 1. Anprobe, Vorderteil © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Wickelkleid, hinten © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Wickelkleid, Oberteil linke Seite © GriseldaK 2015

Beim Einsetzten des linken Ärmels habe ich auch wieder gepatzt, deshalb sieht das Vorderteil ein bisschen verzogen aus. Ist auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Lieber wären mir Raglanärmel. Wenn man breite Schultern hat, bieten die viel mehr Tragekomfort.

Aber Übung macht den Meister! Ich werde mich jetzt für eine Woche in mein Nähparadies zurückziehen und schauen wie ich mit dem Schnitt weiter zurecht komme. Diese Woche kann ich mich nämlich komplett auf das schönste Hobby der Welt konzentrieren ohne, dass mich jemand stört. Jippie!!

 

Und wie läuft es bei Euch? Ich gucke mal rüber zum Tanoshii-Blog.

 

Liebe Grüße und frohes Schaffen,

Griselda K

 

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Mo

09

Feb

2015

Winter Japan Sew Along - 3. Woche

Hallo zurück, zu Woche 3 beim Japan Sew Along,

 

heute stehen folgende Fragen im Raum:

 

Die Schnitte sind fertig: Anpassungen bereits geplant? Sind die Stoffe schon da, habt Ihr Euch schon festgelegt? Ist ein Probeteil nötig, oder seid Ihr mutig und schneidet direkt an?

 

 

Letzte Woche hatte ich ja so einiges an Plänen präsentiert ;-), aber schon zwei Favouriten nominiert.

Ich habe mich für das Wickelkleid aus "Nähen im japanischen Stil" entschieden. Es reizt mich doch am meisten. Und es hat von Euch dazu auch am meisten Zuspruch bekommen ;-) Vielen Dank an dieser Stelle auch von Herzen für Euer tolles Feedback. Leider muss ich Euch jetzt wegen der Stoffauswahl enttäuschen.

 

Mittlerweile tendiere ich nämlich zu einem anderen Stoff, denn ich habe einfach zu dem ursprünglich gewählten Jeansstoff keinen passenden in dergleichen Qualität. Sonst hätte ich gerne eine Patchwork-Version versucht. Überlegt hatte ich mir dazu, dass ich die rechte vordere Seite und den rechten Ärmel aus einem Stoff nähe und die linke vordere Seite und den linken Ärmel sowie die Rückteile aus einem anderen Stoff. Vielleicht probiere ich das mal mit leichteren Stoffen für den Sommer.

 

Aber jetzt für die kühlere Saison hätte ich gerne einen wärmenderen Stoff. Und während ich mich so durch mein Stofflager wühlte, fiel mir dieser Samtstoff mit diesen schönen asiatischen Motiven ins Auge. Oh, aus dem will ich schon ganz lange etwas Schönes machen, aber so richtig gepasst hat es bisher nicht. Aber nun kann ich mir das ganze als Wickelkleid bzw. auch offen als Mantel getragen sehr gut vorstellen! Und Ihr?

© GriseldaK 2015
Samtstoff für Wickelkleid mit asiatischen Motiven © GriseldaK 2015

Zum Glück ist auch genug von diesem Material vorhanden. Ich bin schon voller Vorfreude! Weil mir dieser Stoff aber so lieb und teuer ist und ich auch noch nie mit Samt genäht habe, werde ich zuerst mal ein Probeteil nähen. Tipps von Euch sind sehr willkommen.

Ich habe jetzt die Größe L herauskopiert. Obwohl ich ein bisschen geschwankt habe, ob nicht doch Größe M reichen könnte. In der Anleitung stehen diese Größen inkl. Beweglichkeitszugabe. Hmm!?

Aber lieber größer zuschneiden. Kann ich dann ja immer noch enger machen. Ich bin gespannt.

Zugeschnitten habe ich schon:

© GriseldaK 2015
Zuschnitt Oberteil © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015
Zuschnitt vorderes Rockteil © GriseldaK 2015
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Mo

02

Feb

2015

Winter Japan Sew Along - 2. Woche

 Hallo liebe Mitnäherinnen,

 

ich hoffe, Ihr hattet alle ein schönes Wochenende mit der Nase in Euren Nähbüchern oder Eurem Stofffundus oder sogar schon an der Nähmaschine.

 

Vielen Dank zuerst für Eure tollen Kommentare zu meinem Artikel von letzter Woche. Die haben mir großen Spass gemacht!

 

Diese Woche geht es im Rahmen des Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog um die Frage:

 

Für welchen Schnitt habt Ihr Euch entschieden? Habt Ihr schon Stoffe parat oder Ideen dazu?

 

Ich habe fleissig meine Bücher gewälzt und mir sogar noch zwei Neue gekauft, s.Foto. Eins hatte ich auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn durchgeschaut und dabei die neben mir sitzende Frau mit dem japanischen Nähvirus angesteckt :-)

 

Die neuen Bücher haben mir die Entscheidung, was ich denn nun in diesem Winter Japan Sew Along nähen könnte, leider nicht leichter gemacht. Seufz!

Auch in den neuen Büchern sind soviele Haben-Wollen-Sachen drin, s. Lesezeichen.

 

Da ich aber nur schon vorhandene Stoffe verarbeiten möchte, haben sich dann doch zwei Sachen herauskristallisiert. Und die zweite Entscheidungshilfe war, die Kombinationsfrage, weil wir ja Kleidung für die kalte Jahreszeit nähen wollen.

 

Also werde ich Euch erstmal meine Favouriten zeigen und dann noch ein paar mögliche Ergänzungsstücke, die ich bestimmt nicht während des Sew Alongs schaffen werde. Aber vielleicht im Laufe der nächsten Monate ;-)

 

Zum Schluss gibt es noch eine Fotogalerie mit Vintage-Schnitten aus einem Carina-Heft von Februar 1984 ( jaja, in dieser Zeit habe ich mit dem Nähen angefangen :-). Es sind einfache klassische Jerseyteile, die man gut im Lagenlook untereinander kombinieren kann. Ich finde, die haben durchaus diesen japanischen Touch und sind absolut zeitlos.

Oder was meint Ihr?

Ich habe nie etwas davon genäht, aber jetzt wird es langsam mal Zeit. Sie sind mir nie aus dem Kopf gegangen, besonders der Mantel. Vielleicht schaffe ich ihn ja auch noch (in diesem Jahr, grins).

 

Aber der Reihe nach:

 

© GriseldaK 2015
Neue Nähbücher: "Kleider, Tops, Jacken und Hosen" von Yoshiko Tsukiori, Stiebner Verlag und "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sha, Haupt Verlag © GriseldaK 2015

 Mein erster Favourit ist das Wickelkleid aus einem meiner neuen Bücher "Nähen im japanischen Stil". Die meisten von Euch kennen es ja.

Ich habe dafür diesen mittelblauen Jeansstoff aus dem Fundus gezogen. Werde ihn aber noch ergänzen müssen, weil es zu wenig davon gibt. Kann also sein, dass ich das Kleid aus zwei unterschiedlichen Jeansstoffen nähe. Oder sogar Drei? Verwegener Plan :-)

 

© GriseldaK 2015
Wickelkleid mit Dreiviertelärmeln, Modell 1A aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil" , Hauptverlag
© GriseldaK 2015
Jeansstoff © GriseldaK 2015

 Das Wickelkleid ist ein super Allrounder. Man kann es offen als Mantel tragen oder geschlossen über meinem zweiten Favouriten. Den hatte ich schon beim letzten Japan Sew Along vorgestellt, aber nicht genäht. Es ist Modell J von S. 20/21 aus dem japanischen Schnittmusterbuch von Nani Iro, dass ich letzte Woche auch gezeigt habe. Und rechts eine andere Variante aus dem gleichen Buch. Auf Tanoshii wurde es hier vorgestellt.

Das ist das Schöne, wenn es mit dem Japan Sew Along weiter geht. Man kann alte nicht verwirklichte Projekte wieder hervorholen ;-)

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Mo

26

Jan

2015

Mein Nähjahr 2015 beginnt japanisch!

Hallo Ihr Lieben,

 

ich war hocherfreut, als ich erfuhr, dass Catrin vom stoffbüro wieder einen Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog veranstaltet. Diesmal sogar zweisprachig in Deutsch UND Englisch. Hut ab! Und mit dem Schwerpunkt auf warmer Kleidung der Jahreszeit entsprechend.

 

Zum Auftakt gibt es folgende Fragen zu klären:

 

Habt Ihr schon Erfahrungen mit japanischen Schnittmustern, oder sind dies Eure ersten Schritte? Sind die Pläne bereits konkret, oder seid Ihr noch auf der Suche nach Inspirationen? --- Japanisch nähen für die kalte Jahreszeit: Habt Ihr Styling-Ideen, um die leichten Blusen und Tuniken wintertauglich zu machen?

 

Mir kommt diese tolle Aktion, bei der ich schon beim ersten Mal im Frühjahr 2014 teilgenommen habe, gerade sehr gelegen, weil mich die Nähmuse bisher noch nicht so richtig geküsst hat. Ich bastele gerade etwas lustlos an einem Blusenshirt herum, aber so richtig will sich die Nähleidenschaft nicht entwickeln. Liegt vielleicht auch daran, dass ich den Stoff nicht wirklich mag. Für ein Probeteil ist er aber okay.

 

Deshalb freue ich mich um so mehr, wieder dabei sein zu können. Denn beim letzten Japan Sew Along (hier könnt Ihr übrigens den Zeitplan einsehen) hat es soviel Spass gemacht, sich von den anderen Teilnehmerinnen anspornen, helfen und inspirieren zu lassen. Das war ein toller Austausch! Kann ich nur jedem empfehlen, der noch überlegt, hier mitzumachen. Damals hatte ich noch überhaupt keine Erfahrung mit dem japanischen Nähen, aber die Scheu und alle Bedenken wurden mir ziemlich schnell genommen. Meine Bilanz vom letzten Japan Sew Along könnt Ihr hier nachlesen. Ich bin echt immer noch stolz auf das rote Kleid und die passende Tasche.

 

Für diejenigen, die beim letzten Mal auch dabei waren, möchte ich noch ein paar Anmerkungen zu den Erfahrungen notieren, die ich seit dem mit dem japanischen Nähen gemacht habe.

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch. Ich hatte noch ein zweites Kleid als Probeteil angefangen. Das ist leider auch dabei geblieben. Nicht, weil ich es nicht gerne noch mal mit schönem Stoff genäht hätte, sondern weil ich dieses Modell unbedingt mit dem ausgewählten Stoff verwirklichen wollte, der aber leider nicht reichte.

Ich hatte nämlich noch die stille Hoffnung, dass ich noch mehr von diesem Stoff bekommen kann. Das Lädchen, wo ich ihn gekauft hatte, wollte mir noch welchen schicken. Leider hat dort gerade die Inhaberin gewechselt und der Laden wurde umgeräumt. Jetzt kann sie den Stoff nicht finden. Hat mir aber versprochen, ihn zu suchen. Ich gedulde mich schon geraume Zeit und vielleicht bin ich ja ein bisschen vernagelt, aber ich finde einfach, dass dieser Stoff super zu dem Schnitt passt.

 

Irgendwie ist das wohl auch der Grund, warum ich gerade beim Nähen noch nicht so in Schwung gekommen bin. Ich habe alle Schränke voller Stoffe. Und an Schnittmustern auf der To-Do-Liste fehlt es mir auch nicht. Aber es will sich da gerade einfach kein Pärchen zusammenfinden. So was Bescheuertes! Vielleicht habe ich aber auch nur ein wenig Winterblues ;-)

 

So, jetzt aber genug Frust abgeladen, denn eins wollte ich hier noch präsentieren. Meine Weste, die nach dem gleichen Schnitt wie das rote Kleid entstanden ist. Hier gibt es den Artikel dazu und noch mehr Fotos. Die Idee kam mir schon, als ich noch am Probeteil für das rote Kleid gebastelt habe.

 

© GriseldaK 2015
Weste frei nach japanischem Schnittmuster © GriseldaK 2015

Dabei ist es dann letztes Jahr aber auch gebleiben, was das Nähen nach japanischen Schnitten anbelangt. Ich hoffte ja auf einen JSA im Herbst ;-) Nun hoffe ich, dass mich die Verschiebung in den Januar für dieses neue Jahr nähtechnisch so richtig in Schwung bringt und stecke meine Nase schon mal in meine schönen japanischen Nähbücher.

© GriseldaK 2015
Japanische Nähbücher © GriseldaK 2015
© GriseldaK 2015

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Mi

17

Dez

2014

Dancing Queen im Discoglitzershirt

 Liebe Nähfreunde,


vielen herzlichen Dank für all die tollen Kommentare zu meinem letzten Post! Ihr seid super!

Ich hoffe, Ihr hattet alle bis jetzt eine schöne Adventszeit!

Ich habe schon ein paar Weihnachtsmärkte besucht und war endlich mal bei unserem mittlerweile schon traditionellen gemeinsamen Cliquen-Plätzchenbacken. Eine tolle Sache. Jeder backt eine Sorte Plätzchen und alle Sorten werden dann auf alle Bäcker gleichmäßig ;-) verteilt.


Seit dem Wochenende habe ich Urlaub. Habe aber bis heute gebraucht, um richtig runterzufahren. Wahrscheinlich, weil ich es mir jetzt endlich zuhause gemütlich machen kann und mich nur noch meiner Weihnachtsgeschenkebastelei widmen brauche. Herrlich! Keine Verpflichtungen! Keine nervigen Termine! Einfach machen, wozu ich Lust habe. Ein Traum.


Wozu ich eigentlich immer Lust habe, ist tanzen. Früher konnte man mich, wenn ich einmal angefangen habe, erstmal für fünf Stunden nicht mehr von der Tanzfläche kriegen. Wenn die Musik zwischendurch doof war, habe ich ein wenig kürzer getreten, bin aber on the dancefloor geblieben. Mittlerweile bin ich leider älter und schlapper und schaffe nur noch drei Stunden und bin danach ne Woche kaputt ;-) Früher habe ich gedacht, ich werde immer und ewig so in Clubs gehen. Aber da hat mich das Leben eines besseren belehrt. Ich bin RAUS! Nicht, dass mir es etwas ausmacht unter 25 Jahre jüngeren Leuten Spass zu haben, aber man ist eben fitnesstechnisch auch nicht mehr 20 ;-) Schnief!


Was bei mir auch nachgelassen hat, ist meine Begeisterung für Silvester-Parties. Ohje, man wird echt immer langweiliger. Plötzlich ist man froh, wenn man das neue Jahr in aller Stille mit Partner am Kamin oder im kleinen Freundeskreis verbringen darf. Bloß keinen Streß! Das hätte es früher nie gegeben. Also auch da bin ich RAUS? Na, noch nicht ganz :-) Es gibt noch Hoffnung für mich.


Mein Mann und ich haben nämlich am Wochenende eine Einladung für eine Swing-Party zu Silvester bekommen. Wir lieben Swing-Musik. Mein Gatte hat vor grauer Vorzeit sogar mal Steppkurse belegt. Aber er ist noch müder als ich ;-) und deshalb haben wir es bisher nicht zum Tanzunterricht geschafft. Aber man kann ja auch so gut zur Swingmusik abhotten. Da habe ich keine Probleme mit.


Und nun komme ich endlich zur Hauptsache dieses Posts :-)

Meiner Garderobe für Silvester!


Vielleicht fällt es jemanden auf. Rock und Schuhe sind dieselben wie beim Weihnachtsoutfit, grins. Aber ich finde, mit meinem neuen Discoglitzershirt ergeben sich ganz neue Kombinationsmöglichkeiten. Ein Traum in den Nationalfarben schwarz-rot-gold. :-)

Das Shirt ist dank der Kimonoärmel ultrabequem. Der Jerseystoff ist nur auf der rechten Seite goldmetallic. Innen ist er grau. Das war ein Rest aus einem Stoffgroßhandel, der erst was anderes werden sollte. Aber als ich diesen Schnitt aus der Burdastyle 8/2014 entdeckt hatte, wusste ich, der Jersey ist bestens dafür geeignet.



© GriseldaK 2014
Discoglitzershirt nach einem Modell aus Burdastyle 8/2014 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Dreh Dich, Dancing Queen © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Bitteschön! © GriseldaK 2014
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Mi

19

Nov

2014

Weihnachtsoutfit steht!

Liebe Nähfreunde,

 

ich fühle mich gerade soooo von meiner Vorfreude auf Weihnachten beschwingt, weil ich schon weiss, was ich anziehen werde. Düm-di-düm!

 

Jaja, ich weiss, wieso beschwingt? Wieso Vorfreude? Geschenkestress! Back -und Bratstress! Weihnachtsfeierstress! Wir-müssen-uns-unbedingt-vor Weihnachten-nochmal-sehen-Stress! Adventskalenderstress! Adventskranzstress! Weihnachtsbaum-hol-stress! Überlegen, Auswählen, Entscheiden, Basteln, Backen, Braten, Schmücken usw. usw. Der übliche schrecklich schöne Wahnsinn vor Weihnachten. Kenne ich alles. ;-)

 

Deswegen freue ich mich ja so, dass ich den Was-ziehe-ich-bloss-an?-Stress schon hinter mir habe. Besonders freue ich mich darüber, dass es ein komplett selbstgenähtes Outfit ist. Mein ERSTES zu Weihnachten!

 

Ich hatte tatsächlich auch überlegt, beim Weihnachtskleid-Sew-Along vom MeMadeMittwoch mit zu machen. Aber wegen der oben aufgezählten weiteren Unternehmungen, beschränke ich mich dieses Jahr noch aufs Mitlesen und Staunen. Denn ich bewundere jede, die sich so einen Sew-Along vor Weihnachten noch zutraut. Hut ab! Am letzten Sonntag ging es los. Und da wurden schon viele vielversprechenende Pläne gemacht. Favouritenschnitte kristallisieren sich auch schon heraus. Der Dahlia-Schnitt z.B. liegt auch schon auf meinem Nähtisch. Aber den hebe ich mir für das Frühjahr auf. Oder die Schnitte aus dem neuen Vintage-Heft von Burda. Auswahl hätte ich genug.

 

Nun ist die Frage bei mir ja schon geklärt und ich will Euch endlich zeigen, was ich zu Weihnachten tragen werde:

 

 

 © GriseldaK 2014
Weihnachtsoutfit 2014 © GriseldaK 2014
 © GriseldaK 2014
Auch von hinten schön an zu schauen. © GriseldaK 2014

Den Rock kennt Ihr schon von hier. Hat sich in diesem Jahr schon auf diversen Festlichkeiten zusammen mit der Schluppenbluse bewährt. - Jaja, in diesem Post kündigte ich vollmundig ein paar Nähprojekte für dieses Jahr an. Und dann habe ich es gerade mal geschafft, noch einen zweiten Bleistiftrock zu nähen. Der wird auch irgendwann noch vorgeführt. Asche auf meine Haupt. Ich gelobe Besserung. - Die neue Bluse ist ein Plus-Schnitt aus der Burdastyle 10/2014. So schnell habe ich noch nie einen Schnitt aus der aktuellen Burda genäht. Den schönen grossgepunkteten Batist hatte ich schon lange auf Lager. Ich wusste auch, dass er eine Bluse werden sollte. Aber ich war mir nicht sicher, welcher Schnitt die Punkte am besten zur Geltung bringen würde. Und ob mir das dann überhaupt steht. Dann sah ich diesen einfachen Schnitt mit Raglanärmeln und ein paar Falten in der vorderen Ausschnittmitte und die Entscheidung war gefallen. Ich mag auch, dass es so bauschig über dem Rockansatz fällt. Versteckt ein paar Pölsterchen, hüstel. Und das Allerbeste ist, dass meine schicken glänzend-roten Schuhe so schön dazu passen.

 

Ich liebe rote Schuhe!! :-)

 

 © GriseldaK 2014
Die Schuhe. Die Schuhe. © GriseldaK 2014
 © GriseldaK 2014
Tragevariante mit hochgeschoppten Ärmeln. © GriseldaK 2014

 

Man kann die Ärmel auch hochgeschoppt tragen. Mag ich auch. Aber vielleicht erst, wenn ich schon ein paar Gläser Wein getrunken habe und nicht mehr so friere. Ich alte Frostbeule.

 

Also, Weihnachten kann kommen! Und jetzt lenke ich Eure Aufmerksamkeit wieder zum neuesten MeMadeMittwoch. Dort wird es bestimmt auch langsam festlicher zugehen.

 

Viele liebe Grüße und schon mal eine schöne Adventszeit mit ganz viel positivem Stress und Vorfreude auf die Festtage, Griselda K <:-)

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Mi

08

Okt

2014

Sommerlicher Herbst mit Weste


Liebe Nähnerds,

 

es wird Zeit. Zeit, wieder dabei zu sein. Beim MeMadeMittwoch. Dort tut sich schon seit 3 Wochen wieder so Einiges. Vor allem hat sich der Kreis der charmanten Gastgeberinnen erweitert. Es ist schön, dass ich mir Mittwochs jetzt wieder neue Inspiration für meine eigene Schneiderei holen kann. Das hat im Sommer doch ein bisschen gefehlt. Allerdings war der so toll, dass man auch lieber draussen am bzw. im Wasser war. Lieber Eis essen oder am Strand liegen wollte, als im Nähstübchen zu werkeln.

 

Aber nun werden die Tage wieder kürzer und ich bekomme wieder Lust an der Nähmaschine zu sitzen. Obwohl der Sommer sich gerade in den Kopf gesetzt zu haben scheint, dass er sich nicht vom Herbst vertreiben lässt. Auch gut, ich nähe trotzdem schon mal vor.

 

Zu meinem letzten Post vor der Sommerpause wollte ich noch nachtragen, dass ich die dort gezeigten Kleidungsstücke tatsächlich sehr gut gebrauchen konnte. Besonders das braune Jerseykleid hatte ich fast die ganze Zeit an. Leicht, luftig und bequem war bei den heissen Temperaturen die angesagte Kleidung. Im roten Kleid machte ich auf einer großen Geburtstagsjubiläums-

feier eine gute Figur. Und ich glaube, ich kann mich an lange Sommerkleider absolut gewöhnen.

 

Eben dieses Kleid führt mich zu dem Kleidungsstück, dass ich heute vorstellen möchte. Es ist eine Weste.

 

Hier schon mal das erste Foto, bevor es hier wieder zu textlastig wird :-)

© GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014

Die Ein oder Andere hat es vielleicht schon erkannt. Ja, ich habe das Ober- teil vom roten Kleid genommen bzw. ein Viertel des Oberteils als Grundschnitt und daraus eine Weste konstruiert. Die Idee, daraus eine Weste zu bauen, kam mir bei den Anproben zum roten Kleid (hier und hier nachzuschauen). Da hier das Oberteil quasi aus vier gleichen Vierteln genäht wird. Vorne mit einer Mittelnaht geschlossen und in der rückwärtigen Mitte wird ein Reissverschluss eingesetzt. Zur Anprobe hatte ich erstmal den Reissverschluß weggelassen, sodass die Rückseite offen blieb. Dadurch ergab sich die Westenoptik. Und die gefiel mir da schon ganz gut. Seitdem spukte mir die Idee im Kopf herum, tatsächlich mal eine Weste aus dem Schnittmuster zu basteln.

 

Das rote Stehkragenkleid ist im Rahmen des Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog im Frühjahr nach dem Schnitt #1 aus dem Buch "Kleider im japanischen Stil" von Sato Watanabe entstanden. Dort bin ich das erste Mal mit dem Nähen nach japanischen Schnittmustern in Berührung gekommen. Seitdem bin ich begeistert von diesen Schnitten. Denn sie inspirieren mich, wie man sieht, zu neuen Varianten. Das finde ich sehr spannend.

 

Bei Westen ist es ja sehr praktisch, ( wenn man sie so lässig offen tragen will, wie ich hier ) wenn die Innenseite schön sauber aussieht. Deshalb habe ich aus einem blauen Stoff ebenfalls vier gleiche Teile zugeschnitten und die beiden Westen miteinander verstürzt. Dann den Kragen angenäht und dann die Einfassungen für die Armausschnitte. Das hatte ich erst mit der Nähmaschine probiert. Mit äußerst mäßigem Erfolg. Hier war Handarbeit gefragt. Langwierig und Geduld erprobend, aber es lohnt sich, wenn man das Ergebnis sieht.

Übrigens so ganz gleich sind die Teile nicht, denn ich habe die Vorderseiten zur Mitte hin breiter zugeschnitten, damit sie sich überlappen. Eventuell möchte ich die Weste doch mal geschlossen tragen, dann kann ich da noch etwas zum Schließen annähen. In der Höhe habe ich das Originalschnittmuster zwei Zentimeter verlängert.


 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
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Mi

09

Jul

2014

MeMadeMittwoch - Ich packe meinen Koffer...

Hallo liebe Nähbegeisterte und Selbermacher,

 

heute ist der letzte MMM vor der Sommerpause und dem Anlass entsprechend geht es darum, was aus der selbstgenähten Garderobe in den Urlaubskoffer kommt.

 

Dies möchte ich als Gelegenheit nutzen, um hier endlich mal wieder was zu zeigen. Durch den Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog, der total viel Spass gemacht hat, habe ich mein anderes Frühjahrs-Projekt vollkommen vernachlässigt. Hüstel. Ich wollte doch schon längst viel weiter damit sein. Seufz. Vor allem weil diese Kleider á la rassige Italienerin ja super in den Urlaubskoffer passen würden. Aber Italien muss noch warten, denn erstmal geht es an die Ostsee :-)

 

Und dafür ist die folgende Klamotte, wenn die Temperaturen so bleiben (schwitz), ideal als Strandkleid! Genäht habe ich es im Januar, als ich plötzlich Sehnsucht nach dem Sommer bekam. Es war ein eiskalter trüber Wintertag, da ist so eine Anwandlung ja nicht verwunderlich.

 

Ich bin total begeistert von dem Schnitt 102 aus Burdastyle 5/2012. Er ist super einfach zu nähen, vor allem wenn man wie ich bei dieser Version alles auf das Wesentliche reduziert hat. Ich habe die Nahttaschen und den vorgesehenen Besatz am Halsausschnitt einfach weggelassen. Die Armausschnitte habe ich auch nicht gesäumt, sondern alle Ausschnitte nur im Abstand von ca. 1 cm mit einem Zierstich umrandet. Gibt dem Ganzen eine punkige Note passend zum Material. Das ist ein schöner weicher schwarz, grau, schlammfarben gestreifter Jersey, der im schlammfarbenen Bereich auch noch kleine Löcher hat. Die bewirken beim Gehen ein luftiges Gefühl auch an schwülen Tagen, wenn kein Lüftchen geht. Sehr angenehm. Ich habe dieses Kleid in den letzten Tagen ausführlich testen können und will es am liebsten gar nicht wieder ausziehen ;-)

 

© GriseldaK 2014
Modell 102 aus Burdastyle 5/2012 © GriseldaK 2014
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Jerseysommerkleid mit Gürtel aus dem gleichen Stoff © GriseldaK 2014

Mir gefällt gerade auch die Weite des Schnittes. Bei Hitze mag ich keine enganliegenden Sachen. Und wenn ich mal Lust auf Taille habe, binde ich mir den schmalen Rest aus dem gleichen Stoff um. Bei kühlerem Wind kann ich den Gürtel zum Schal umfunktionieren. Oder ich lasse ihn komplett weg. So habe ich drei Outfits in Einem. Grossartig, weil frau ja immer zu wenig Platz im Koffer hat, stimmt's? Und bügelfrei ist das Ganze auch noch. Perfekt und ab in den Koffer!

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Hier ist der Gürtel zum Schal umfunktioniert © GriseldaK 2014

Das zweite Teil, das ich auf jeden Fall mit in den Urlaub nehmen werde, ist das rote Kleid, was ich im Rahmen des Japan Sew Along genäht habe, von dem es im Herbst übrigens eine Fortsetzung geben wird. Das Kleid ist hier zu sehen und beschrieben. Das habe ich für die Abende vorgesehen mit passender Tasche.

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Abendurlaubsgarderobe: Modell 1, S. 4 aus "Kleider im japanischen Stil" von Sato Watanabe, Haupt Verlag kombiniert mit Grany Bag à la Rive Gauche aus dem Buch "Carry Me" von Yuka Koshizen, Edition Fisher © GriseldaK 2014
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Do

26

Jun

2014

Japan Sew Along - Finale

Liebe Catrin, liebe Mitfreuerinnen des ersten und hoffentlich nicht einzigen Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog,

 

das war doch großes Kino mit und für uns alle! Es hat mir selbst so viel Spass gemacht, mit so vielen begeisterten und engagierten Gleichgesinnten durch dieses Nähabenteuer der japanischen Schneiderkunst zu gehen!

 

Eine komplett neue Erfahrung für mich, über sechs Wochen an einem Thema zu nähen und sich jede Woche über den Stand der Dinge konstruktiv und mit viel Herzblut auszutauschen. Und das auch noch online.

 

Den Zeitrahmen von sechs Wochen fand ich genau richtig. Ich dachte zwar, ich schaffe mindestens zwei Kleider fertig zu kriegen, aber realistischer war eins. Denn ich habe noch nie vorher mit diesen japanischen Schnitten gearbeitet.

 

Ich hatte auch schon in der ersten Woche geschrieben, dass dieser Japan Sew Along für mich genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Denn da warteten schon ein paar Schnitte in diesen japanischen Nähbüchern auf die Umsetzung meinerseits. Nur hatte ich mich noch nicht richtig rangetraut, da meine Figur ja doch nicht so wirklich der von zierlichen Japanerinnen entspricht.
Und jetzt kam der richtige Schubs, es doch endlich mal auszuprobieren.

 

Liebe Catrin, Du hast es ja schon oft gelesen, aber ich finde, Du hast diesen Japan Sew Along perfekt initiert und durchgeführt. Ehrlich, ich wüsste nicht, was man besser machen könnte. Du hast den Zeitrahmen so gewählt, dass man sich nicht gestresst fühlte. Trotzdem war es gut, dass es jede Woche einen festen Tag gab, der ein bisschen den Ehrgeiz anstachelte, bis zu diesem Termin etwas Neues zu zeigen. Man will ja dabei sein und nix verpassen.

 

Andererseits war es auch kein Thema, wenn man nicht jeden Montag etwas vorzuweisen hatte. Ich habe mich hier im Kreise meiner Mitstreiterinnen wirklich pudelwohl gefühlt. Und ich möchte mich besonders bei Dir, aber auch bei allen anderen für die tollen Tipps, Ideen, Motivationen, freundlichen Kommentare und die wohlwollende konstruktive Kritik in diesem Forum sehr sehr bedanken. Ich habe aber gemerkt, und deshalb bewundere ich Catrin umso mehr, dass es sehr viel Arbeit und Zeit erfordert, sich alle Beiträge anzuschauen und dann auch noch bei jedem einen ernstgemeinten Kommentar zu hinterlegen. Puh, ich hätte gerne mehr und ausführlicher kommentiert, aber oft fehlt einem dann doch die nötige Muße.

 

Ich wollte und habe viel gelernt, Neues erfahren und mir das eine oder andere für kommende Projekte abgucken können.

 

Das Schönste ist aber, dass ich meine Berührungsängste komplett verloren habe, diese inspirierenden japanischen Schnitte nachzunähen und auf meine Figur anzupassen. Die Herausforderungen, Schnitte auf japanisch zu verstehen oder ohne Schnittmusterbogen zu arbeiten, stellten sich wieder erwarten auch als keine so große Hürde heraus.;-)

 

Im Gegenteil, ich bin total angefixt, weiter zu machen und mich dem japanischen Nähen leidenschaftlich hinzugeben. Deshalb würde ich mich wie Bolle freuen, wenn es einen neuen Sew Aong im Herbst geben würde. Toll fände ich es auch, wenn wir hier regelmäßige Treffen hätten. Die Idee, alle zwei, drei Monate hier die neuesten Werke zu präsentieren, könnte ich mir sehr gut vorstellen.

 

Und jetzt endlich das Wichtigste!

 

Meine gesammelten fertigen Projekte:

 

Es ist das rote Stehkragenkleid mit passender Tasche.

 

(Leider habe ich für das zweite Kleid zu wenig von dem schönen Pünktchenstoff gehabt. Das hat mich sehr gefrustet, so dass ich damit nicht weiter gemacht habe. Aber gut Ding will Weile haben. Wenn wir uns hier sowieso weiter zeigen und austauschen, werdet Ihr bestimmt noch eine schöne Version zu sehen bekommen. Sowohl vom Schnitt als auch vom Stoff, versteht sich!)

 

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Modell 1, S. 4 aus "Kleider im japanischen Stil" von Sato Watanabe, Haupt Verlag kombiniert mit Grany Bag à la Rive Gauche aus dem Buch "Carry Me" von Yuka Koshizen, Edition Fisher © GriseldaK 2014
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Grany Bag à la Rive Gauche aus dem Buch "Carry Me" von Yuka Koshizen, Edition Fisher © GriseldaK 2014
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Ich habe mich schon sehr an das Kleid gewöhnt. Es hängt bei mir am Kleiderschrank und ich freue mich sehr darüber. Und geradezu entzückt bin ich davon, dass ich mir noch eine perfekt passende Tasche dazu nähen konnte. Der Schnitt steht schon länger auf meiner Liste. Das Innenfutter der Tasche habe ich übrigens aus den Resten des Kleiderstoffes genäht. Es ist der Hammer, dass der Rotton exakt dergleiche ist. Einfach schön!!

 

Jetzt warte ich natürlich auf den Sommer, der sich gerade leider wieder in einen fiesen Herbst verwandelt hat, um das Kleid ausführen zu können.

 

Und weil wir diesen Japan Sew Along mit unseren Buchvorstellungen begonnen haben, möchte ich meinen Finale-Post auch wieder damit schließen. Ich konnte mich zwar nur sehr schwer zurückhalten, aber bei mir haben sich nur zwei Bücher dazugesellt. Ich habe sie nicht neu gekauft, aber Euch am Anfang unterschlagen ;-)

Aus dem Buch "Carry Me" will ich am liebsten alle Taschen nähen. Und in dem "Cut-up-Couture" gibt es ganz tolle Ideen, wie man aus alten Männersweatshirts oder Hemden richtige Designerteile machen kann. Das will ich gerne mal ausprobieren.

 

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Meine Nähbücher für Kleidung im japanischen Stil © GriseldaK 2014
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Mo

23

Jun

2014

Japan Sew Along - letzte Woche

Ihr liebgewonnenen Mitstreiterinnen des Japan Sew Along,

 

heute muss ich es kurz machen. Hier brennt die Luft. Daher passt der Aufschub mir ganz gut.

Ist irgendwie nicht meine Woche.

Nur so viel:

Stoff hat für das Kleid leider nicht gereicht. Heul.

Aber zum Trost habe ich mir diese Tasche genäht:

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Grany Bag à la Rive Gauche aus dem Buch "Carry Me" von Yuka Koshizen, Edition Fisher © GriseldaK 2014

Passt super zum roten Kleid. Das Buch "Carry Me" hatte ich bei meinen Buchvorstellungen unterschlagen, weil ich dachte, ich nähe nur Kleider. Es wollte wohl doch noch seinen verdienten Auftritt haben ;-). Die Tasche war super leicht zu nähen. Gut, wieder mit Einkräuselungen. Diesmal habe ich auch geheftet.

So, ich muss los. Fazit folgt natürlich am Donnerstag.

 

Wer heute noch alles auf dem Tanoshii-Blog bei der Generalprobe vom Japan Sew Along Finale ist, findet Ihr hier.

 

Und eigentlich kann ich die ja gleich beim Creadienstag zeigen.

 

Ganz liebe Grüße,

Griselda K

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Mo

16

Jun

2014

Japan Sew Along - 6.Woche

Ohje, das ist doch nicht schon das vorletzte Mal reger, anregender und inspirierender Treff und Austausch mit so vielen nähbegeisterten Freundinnen japanischer Schnitte!

 

Heute gibt es auf dem Tanoshii-Blog beim Japan Sew Along wieder viele fertige und fast fertige Kleidungsstücke aber auch Taschen zu bewundern.

 

Ich fühle mich wirklich angetrieben von dieser tollen Gemeinschaftsaktion. Dies ist mein erster Sew Along und ich hätte nicht gedacht, dass so etwas sich online fast so anfühlt, als wenn ich neben Euch allen bei einem Wochenend-Workshop sitzen und werkeln würde.

 

Vielen Dank für all die tollen Komplimente zu meinem roten Kleid. Es kommt im Freundeskreis auch sehr gut an.

 

Und das Probekleid, das bei mir noch etwas spannte, hat es einer Freundin von mir total angetan. Ich bin sehr erfreut darüber, dass es ihr passt wie Angegossen. Bei ihr sitzt die Rockhöhe perfekt. Die Länge insgesamt stimmt auch.

Ein Wunder, das demnächst seine Besitzerin wechseln wird ;-)

Irgendwie hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass bei diesem Projekt sich Eins zum Anderen fügen soll.

 

Und jetzt zum heutigen Thema:

 

Zwischenstand II: Kommt Ihr mit Euren Änderungen weiter?
Oder ist in der Zwischenzeit noch ein weiteres Stück entstanden?

 

 

Bei mir ist ein zweites Kleid im Entstehungsprozeß. Es ist dieses Modell:

 

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Modell 18 aus dem japanischen Schnittmusterbuch von Yoshiko Tsukiori

Ich hatte in der ersten Woche fünf Modelle aus drei Büchern in die engere Wahl gezogen. Und dieses war mein zweitliebstes Stück. Den Stoff hatte ich auch schon gezeigt. Es ist der Violette mit den süssen Pünktchen:

Diesmal gibt es glücklicherweise einen Schnittmusterbogen. Aus dem habe ich die grösste Größe herauskopiert. Bei diesem Modell waren alle Schnittmusterteile komplett auf dem Bogen zu finden.

 

Leider ist das Buch aber eine original japanische Ausgabe, grins. Was heisst schon, leider? Ich finde, dass die japanischen Schriftzeichen super schön zu der Aufmachung des Buches passen, aber ich bin dieser Sprache so gar nicht mächtig. - Ich überlege allerdings schon seit geraumer Zeit, daran mal etwas zu ändern -

 

Egal, mittlerweile habe ich etwas Näherfahrung gesammelt und mich anhand der Abbildungen und der Nummerierungen, die interessanterweise aus arabischen Zeichen bestehen, beherzt ans Probeteil gemacht. Und es tatsächlich geschafft, alle Teile so zusammen zu nähen, dass man eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Original nicht abstreiten kann ;-)

 

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Probedingens. © GriseldaK 2014
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Nachthemddingens. © GriseldaK 2014
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Di

10

Jun

2014

Japan Sew Along - 5.Teil

Hallihallo zur 5. Runde beim Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog, liebe Nähbegeisterte,

 

ich hoffe, Ihr habt die Pfingstfeiertage alle genau so geniessen können wie ich und mein Gatte. Wir sind raus aufs Land gefahren und haben uns auf, im und am Wasser eine gute Zeit gemacht. Dazwischen immer schön Siesta gehalten, damit es bei 33 Grad Celsius nicht zu anstrengend wird. Ein Traumwochenende! Leider ist es schon wieder zu Ende, aber die Temperaturen bleiben ja wohl noch ein Weilchen.

 

Da ich Euch für diese Woche versprochen hatte, die zweite Version vom Stehkragenkleid an der Frau zu zeigen (und Ihr das ja auch sehr deutlich eingefordert habt ;-), habe ich meinen Gatten überreden können, mit mir und dem Kleid in den Park zu gehen, um ein paar Fotos zu machen. Nachdem ich Ihm verboten hatte, mich aus der Froschperspektive (hihi, hinter mir in einem Teich quakten tatsächlich ein paar Frösche) zu fotografieren, hat er seine Sache doch sehr gut gemacht. Und zur Feier des Tages gibt es mich diesmal sogar in voller Länge mit Kopf zu sehen, ach Mist, jetzt sind die Füsse nicht drauf. Die hat das Gras verschluckt. ;-)

 

Und bevor ich auf Catrins Fragen für diese Woche eingehe, schaut Euch erst mal das Kleid und mich im Duett an. Vorhang auf:

 

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2. Probeversion Stehkragenkleid, Modell 1, S. 4 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe © GriseldaK 2014
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Das Kleid animiert mich irgendwie, darin herum zu hampeln. Es war nicht der Fotograf. © GriseldaK 2014
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Aber ich kann auch still halten. © GriseldaK 2014
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Vielleicht sollte ich noch eine kürzere Version versuchen. © GriseldaK 2014
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Mo

02

Jun

2014

Japan Sew Along - 4.Runde

Liebe Mitstreiterinnen beim Japan Sew Along,

 

heute nur ein später kurzer Post, aber dafür mit Fakten!

Ich habe mich entschieden, doch mit dem ersten Modell weiter zu probieren und einen neuen Versuch gewagt.

 

Ganz lieben Dank auch noch mal an dieser Stelle für Eure tollen Anregungen und Ermutigungen vom letzten Mal! So macht es wirklich Spass! Besonders, wenn man an etwas Kniffeligem arbeitet, was nicht gleich so wird, wie man es sich vorstellt. ;-)

 

Beim letzten Mal konnte man auf den Fotos glasklar erkennen, dass ich dem Oberteil noch mehr Weite gönnen sollte.

Und ein tiefer angesetzter Rock wurde von mir und vielen von Euch auch favorisiert.

Das habe ich genauso nun umgesetzt.

Die Gesamtlänge des Kleides habe ich so gelassen. Die gefällt mir jetzt wieder. Und nach einer Anprobe bin ich auch ganz zuversichtlich.

Außerdem habe ich noch einen festeren Baumwollstoff hergenommen, von dem ich auch so viel hatte, dass ich daraus das komplette Kleid nähen konnte. Die Farbe gefällt mir auch.

 

Ist übrigens gerade erst fertig geworden. Leider fehlt noch der Reißverschluß, deshalb gibt es kein Tragefoto.

 

Aber dafür hängt die neue Version neben der Alten schön zum Vergleich. Voilá:

 

 

 

© GriseldaK 2014
Stehkragenkleid 1. und 2. Probeversion von Modell 1, S. 4 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe © GriseldaK 2014

Also, ich fühle mich mit der zweiten Version jetzt schon viel wohler und bin gespannt, was Ihr dazu meint!

 

Und jetzt schaue ich mal rüber zum heutigen Japan Sew Along Treff, wie weit meine Mitstreiterinnen sind.

 

Schöne Grüße,

Griselda K

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Mo

26

Mai

2014

Japan Sew Along - zweite und dritte Folge

Liebe Freundinnen des Japan Sew Along,

 

einmal aussetzen heisst nicht nachsitzen, haha, sondern vorpreschen.

Denn ich habe schon ein Modell probegenäht. Ja, Fotos kommen gleich. Noch etwas Geduld ;-)Ich bin im Plan quasi schon beim Dienstag nach Pfingsten angekommen. Streberin. Allerdings weiss ich nicht, ob ich noch die zwei anderen Modelle, auf die ich mich jetzt festgelegt habe, schaffe, wenigstens Probe zu nähen.

 

Letzten Montag konnte ich mich leider nicht online am Japan Sew Along beteiligen, weil ich eine Woche in meiner Entschleunigungsoase ohne TV, Radio und Internet verbracht habe. Deshalb hatte ich in der ersten Woche auch schon so ausführlich einige meiner Lieblingsmodelle aus den Büchern vorgestellt. Vielen Dank Euch allen für die schönen und motivierenden Kommentare. Ich habe zur Vorbereitung dieses Artikels natürlich bei den Posts von letzter Woche gespitzt. Und ich bin neidisch auf die vielen tollen Stoffe, die da vorgestellt wurden. Wo bekommt Ihr die nur immer her?

 

Zur Stoffauswahl werde ich am Ende dieses Posts noch ein paar Sätze schreiben. Erstmal zeige ich Euch, was ich letzte Woche in aller Abgeschiedenheit, ohne Ablenkung und irgendwelche Verpflichtungen (Urlaub pur :-) erarbeitet habe. Ich sage gleich, ich bin stolz auf mein Durchhaltevermögen. Mit dem Ergebnis bin ich nicht so wirklich glücklich. Aber guckt es Euch erstmal an.

 

Als erstes habe ich mich an das Stehkragenkleid Modell 1 aus diesem Buch gewagt:

 

Stehkragenkleid © GriseldaK 2014
Modell 1, S. 4 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe, Haupt Verlag

Dafür habe ich mir einen sehr günstigen grünen Uni-Baumwollstoff gekauft, weil ich aufgrund meiner nicht-japanischen Figur, erstmal ein Probeteil nähen wollte. Und ich hätte dann gleich noch die Möglichkeit gehabt, den Stoff selbst zu bedrucken. Dieser Vorschlag meinerseits wurde ja gleich mit Freuden angenommen ;-).

 

Aber, meine Damen, daraus wird leider nichts, denn erstens habe ich für die Anpassung des Oberteils an meine Körperwelten so viel Stoff verbraucht, dass es für das Rockteil leider nicht mehr gereicht hat. Und zweitens bin ich mit dem Gesamtergebnis wie schon oben verraten nicht so zufrieden. Und nun...Bühne frei:

© GriseldaK 2014
Stehkragenkleid 1. Entwurf, Vorderansicht © GriseldaK 2014
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Stehkragenkleid 1. Entwurf, Rückenansicht © GriseldaK 2014
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Stehkragenkleid 1. Entwurf, von der Seite © GriseldaK 2014

Wie gesagt, es ist ein Probeteil. Ich habe den Stoff für das Rockteil noch irgendwo in den tiefsten Untiefen meines Stoffschrankes gefunden. Der dürfte schon 20 Jahre auf dem Buckel haben. Und wie man sieht habe ich ihn vorne quer genommen und hinten längs, weil auch dieser Stoff sonst nicht gereicht hätte. Aber farblich passt er wenigstens zum grünen Stoff.

 

Mein Gatte war sehr nett und meinte zu der unterschiedlichen Streifenführung vorne/hinten: "Das sieht doch nach Absicht aus." Ihm scheint es wirklich zu gefallen. Aber ich fühle mich doch sehr schwanger in dem Kleid. Aber nun mal Schluss mit dem Geplärre.

 

Eigentlich bin ich überrascht, wie einfach dieses Kleid bis auf die Anpassungen zu Nähen war. Ohne Schnittmusterbogen zu arbeiten war zwar neu für mich, aber wirklich kein Problem, weil die Abbildungen in dem Buch wirklich sehr klar sind. Das Oberteil besteht aus vier gleichen Stücken und der Rock aus drei Rechtecken, hinten kommt noch ein Reißverschluß in die Mitte. Na, und der Stehkragen nicht zu vergessen, aber das ist auch ein Rechteck. Also beim Zuschneiden kein Problem.

 

Ich habe alle Maße erstmal so wie im Buch angegeben auf Papier übertragen ohne Größenanpassungen. Vielleicht muss ich ja gar nichts ändern, war meine schwache Hoffnung. Leider musste ich dann doch meine Hüftweite vermessen und mit einrechnen. Die Formel war ja angegeben. Das ging auch ziemlich leicht.

 

Dann habe ich alles auf Stoff übertragen und beherzt zugeschnitten. Natürlich erstmal nur das Oberteil. Nach dem Zusammennähen und der ersten Anprobe habe ich dann festgestellt, dass der Dekolletee-Bereich zuviel Stoff hat, aber der Bereich ab dem Busen eigentlich genug. Das könnt ihr auf diesem Foto sehen:

 

© GriseldaK 2014
Oberteil 2. Version © GriseldaK 2014
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Mo

12

Mai

2014

Japan Sew Along - erste Folge

Liebe Freunde des japanischen Nähens, liebe Mitreisende des Japan Sew Along,

 

jetzt wird es ernst. Ich habe Lust und mache mit beim Japan Sew Along, zu dem uns Catrin vom Stoffbüro eingeladen hat.

Liebe Catrin, an dieser Stelle von mir ein extra großes Dankeschön für Deine Idee und Initiative zu diesem schönen Projekt!

Dies ist mein erster Sew Along und ich bin schon sehr gespannt darauf.

 

Es geht darum über ca. sechs Wochen ein Kleidungsstück nach einem Schnittmuster einer japanischen Designerin zu nähen. Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, können auf dem Tanoshii-Blog für japanisches Scheidern unter dem Stichwort Japan Sew Along mit anderen Teilnehmern geteilt werden.

 

Für mich kam dieser Sew Along wie gerufen. Ich habe schon lange vor, mir ein Kleid im japanischen Stil zu nähen. Ich finde diesen Stil und die Aufmachung der Bücher, in denen man die Schnitte zum Nachschneidern findet, ästhetisch sehr ansprechend und inspirierend. Leider gibt es da aber ein paar Haken. Zwei der Bücher, die ich mir angeschafft habe sind auf japanisch. Diese Sprache beherrsche ich leider überhaupt nicht. Da bin ich bestimmt nicht die Einzige. In diesen Büchern ist aber wenigstens ein Schnittmusterbogen enthalten. Die Bücher (1. und 2. v. li.) sind von den japanischen Designerinnen Nani Iro (1.) und Yoshiko Tsukiori (2.). Wunderschöne Schnitte an schönen japanischen Models. Ganz toll fotografiert. Seht selbst:

 

 

© GriseldaK 2014
Meine Nähbücher mit japanischen Schnitten von Nani Iro, Yoshiko Tsukiori ( jap. Verlag) und Sato Watanabe (Verlag Haupt), © GriseldaK 2014

Diese beiden Bücher wurden schon auf dem Tanoshii-Blog vorgestellt, hier und hier. Dadurch bin ich auch auf die Bücher aufmerksam geworden und habe sie mir bei unserer hiesigen Buchhandlung bestellt. Damals wusste ich noch nicht, dass es bald auch welche auf deutsch geben würde. Innerhalb des letzten Jahres hat sich das aber schnell geändert. Catrin hat ja in den letzten Tagen einige schöne Bücher vorgestellt, s. Japan Sew Along. Die will ich natürlich auch alle haben, aber erstmal nehme ich mir die Vorhandenen vor.

 

Das dritte Buch von links auf meinem Foto ist von Sato Watanabe, Kleider im japanischen Stil, im Haupt Verlag erschienen. Die gute Catrin hat es hier letzte Woche vorgestellt. Der Haken ist diesmal nicht die Sprache, es ist ja zum Glück auf deutsch, sondern der fehlende Schnittmusterbogen. Ups, wie geht das denn? Habe ich noch nie gemacht. Bis jetzt habe ich nur Modelle genäht, die auf einem Schnittmusterbogen vorgezeichnet sind. Damit komme ich gut zurecht. Aber jetzt bin ich etwas zwiegespalten: Entweder nähe ich ein Modell, bei dem ich die Anleitung nicht verstehe, dafür habe ich aber einen Schnitt auf dem Schnittmusterbogen. Oder ich habe keinen Schnittmusterbogen, dafür verstehe ich aber die Anleitung. Welch Dilemma.

 

Es gibt natürlich noch einen Haken: Ich habe leider keine japanische Figur. Ich bin eher von kurviger Statur mit anständiger Oberweite. Und auch etwas größer als die Durchschnittsjapanerin. Auch ein Grund, warum ich mich noch nicht ans Nähen dieser Modelle getraut habe. Ich muss bestimmt viel anpassen und das brauchte ich bei meinen bisherigen Nähabenteuern noch nicht. Bedeutet für mich also eine große Herausforderung. Ganz klar fürchte ich mich ein bisschen davor.

 

Etwas beruhigt haben mich dann aber die vielen aufschlussreichen Kommentare, der anderen Teilnehmerinnen des Japan Sew Aong. Anscheinend ist alles gar nicht so kompliziert wie es aussieht. Man kann gut nach den Abbildungen in den Büchern arbeiten. Ich hoffe, ich kriege das auch hin. Also ran an den Speck. Schließlich überwiegt doch die Lust, so ein schönes Kleid im japanischen Stil zu tragen. Probieren geht über studieren.

 

Da ich in der nächsten Woche leider am Montag nicht online sein kann (jaja, das gibt es heutezutage noch), poste ich schon mal ein paar Modelle aus den drei Büchern, mit denen ich liebäugele.

Die meisten Modelle, bei denen ich mir vorstellen kann, dass ich damit einigermaßen gut zurecht komme, befinden sich in dem Buch "Kleider im japanischen Stil" von Sato Watanabe.

 

 

© GriseldaK 2014
Modell 11, S.16 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe, Haupt Verlag

Mein absolutes Lieblingsmodell darin ist dieses lange, graue Kleid mit Puffärmeln, hoher Taille und auf der Brust aufgestickten Perlen. Ich schätze, ich werde Schwierigkeiten haben, die Perlen gleichmäßig auf den Stoff zu bekommen. Ansonsten denke ich, das es für meine Figur am unproblematischsten anzupassen ist. Es sind nur gerade Teile, die durch die Falten und die Perlen in Form gebracht werden.

© GriseldaK 2014
Modell 1, S. 4 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe, Haupt Verlag

Dieses Kleid finde ich ebenfalls sehr schön, weil es so lässig fällt und der Kragen gefällt mir auch gut. Der Schnitt ist bestimmt auch nicht so schwer zuzuschneiden. Nur weiss ich nicht, ob ich so einen Stoff finde. Vielleicht kann ich ja einen Uni-Stoff nehmen und den Rockteil in ähnlicher Art selbst bedrucken. Ich entwerfe ja sowieso gerne Stoffmuster.

© GriseldaK 2014
Modell 16, S. 21 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe, Haupt Verlag

Dieses Kleid könnte ich mir bei meiner Silhouette auch noch gut vorstellen. Vielleicht würde ich das Rockteil kürzer machen, aber lang ginge auch. Sieht von den Schnittteilen jedenfalls auch nicht so kompliziert aus.

Und nun noch zwei Modelle aus den anderen Büchern von Nani Iro und Yoshiko Tsukiori, die ich auch sehr reizvoll finde:

© GriseldaK 2014
Modell 18 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Yoshiko Tsukiori

Dieses Modell 18 aus diesem Buch finde ich auch sehr hübsch und ich denke, es wird auch nicht so schwierig zuzuschneiden sein. Ich hoffe es wenigstens, denn das ist mein zweitliebstes Kleid.

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Mi

26

Mär

2014

Es wird...eine rassige Italienerin! oder wie erfinde ich mich neu?

Liebe Nähbegeisterte,

 

ich mache mir schon seit geraumer Zeit Gedanken über meinen Kleidungsstil und mich. Das hat nicht zuletzt wohl damit zu tun, dass ich an bestimmten Stellen meines Körpers doch um einiges fülliger geworden bin (mindestens zwei Kleidergrößen). Ich glaube, es hat mit dem Alter zu tun, denn meine Ernährung habe ich eigentlich noch nie ernsthaft umgestellt. Dafür bin ich zu sehr Genußmensch!! Jawoll! Und ne große Fitnesskanone bin ich auch noch nie gewesen. Viel zu laaaangweilig, joggen und so.

 

Aber nicht nur äußerlich habe ich Veränderungen an mir festgestellt. Innerlich passiert seit einigen Jahren auch ziemlich viel. Ab 40, na bei mir war es ab 42, wird einem doch plötzlich schlagartig bewusst, dass man nicht mehr so viel Zeit hat... Ja, ich musste den Tatsachen ins Auge sehen. Ich bin in der Lebensmitte angekommen. Päng.

Ich spürte plötzlich ganz stark, dass mein Leben so wie es gerade war und teilweise auch noch ist, nicht mehr zu mir passt. Aber was eigentlich zu mir passt, wusste ich auch nicht so genau. Da stehste dann da. Bis eben war noch alles ganz prima. Und jetzt?

Na, ich will hier nicht zu weit ausholen. Hier soll Selbstgeschneidertes zur Aufführung gebracht werden!

 

Jedenfalls bin ich froh, dass ich das Nähen wieder für mich entdeckt habe. Und dass hilft mir sehr bei meinem Umbruchprozeß, der natürlich noch nicht abgeschlossen ist. Ich entdecke mich quasi innen und außen neu. Und siehe da, plötzlich erfreue ich mich an Bleistiftröcken und Blusen mit Schalkragen, anstatt an Jeanshosen und Rollkragenpullovern.

Als ich die Modellserie "La Siciliana" in der Burdastyle 5/2012 gesehen habe, wollte ich am liebsten sofort alle Teile haben. Und ich bin immer noch so begeistert, dass ich mich jetzt endlich traue, die Sachen auch zu nähen. Immerhin habe ich vorher noch nie Blusen genäht. Mir kamen beim Betrachten der Fotos so Gedanken:

 

Ja! Ich möchte mich sinnlicher kleiden und meine Weiblichkeit betonen. Ich entdecke die Sophia Loreen, die Marilyn Monroe, die Brigitte Bardot in mir. Wahrscheinlich auch noch Jane Russell. Ich will La Dolce Vita, Bella Italia, Sommer, Sonne, Spaghetti, Minestrone und Gelato! Und zwar PRONTO!

Endlich habe ich auch die Figur dafür. Schließlich sollte Frau das Beste aus ihrer vorhandenen Silhouette machen, wenn sie keine Lust auf Diäten und Schönheitsoperationen hat. Ich will so bleiben wie ich bin... aber ohne diese Margarine. Bäääh! Aber in Säcke will ich mich auch nicht verhüllen. Obwohl das ja auch sehr bequem sein kann. ;-)

 

Ich bin deshalb gerade dabei, mir alle Modelle (bis auf den Rock) aus dieser Serie in den kommenden Wochen bzw. Monaten zu nähen. Das soll meine Hauptnähaufgabe für dieses Jahr sein. Zwei Modelle sind schon fertig. Die beiden Blusen. Und weil es so schön ist, habe ich mir aus dem Burdaplus Sonderheft FS/2013 noch zwei Bleistiftröcke passend dazu ausgesucht. Die sind auch schon fertig. Ihr seht schon, ich mache Ernst.

Und jetzt will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und endlich Fotos präsentieren. Andiamo!

 

 

© GriseldaK 2014
Bluse mit Schalkragen und Bleistiftrock © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Seidenkrepp und Baumwollköper © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Stoffauswahl für Bluse aus Burdastyle 05/2012 © GriseldaK 2014

So hier ist die Bluse mit Schalkragen in der Burdaversion aus Chiffon zu sehen. Ich habe mich für den rotschwarzen Hahnentritt aus Seidenkrepp entschieden. Den habe ich im Fundus von meiner Mutter entdeckt und sofort an mich gerissen. Da wusste ich noch gar nicht, das er mal diese Bluse wird. Der Stoff fällt super und man muss ihn gar nicht bügeln. Einfach auf einen Bügel (ach so, deswegen heisst der so) und nach einer Stunde ist alles wieder glatt. MEIN STOFF!

Den Schalkragen habe ich nach dem Umschlagen mit der Hand angenäht. Auch etwas Neues für mich. Aber ich merke, dass sich die Arbeit lohnt.

Psst, übrigens sieht die Bluse auch zu Jeans sehr gut aus. ;-)

© GriseldaK 2014
Rock aus Burdaplus FS/2013 © GriseldaK 2014

Hier seht Ihr rechts das Original vom Burda-Modell in aufreizendem Rot (ich brauche die Schuhe!!!) und oben meine Version in Schwarz aus glänzendem Baumwollköper mit Stretchanteil.

Wie ihr seht, sitzt der Rock an mir sehr gut, obwohl ich etwas Bedenken wegen meiner Taille hatte. Die ist im Verhältnis zu den Hüften etwas breiter als in der Burda Maßtabelle. Deshalb hatte ich am Bund auch einen Zentimeter dazugegeben. Darauf bin ich ganz stolz, denn der Jeansrock, den ich vorher genäht habe, wurde viel zu groß, obwohl ich nur eine Nummer größer zugeschnitten habe. Na gut, hier könnt Ihr nachschauen und vergleichen.

Übrigens werde ich diese Kombination am Wochenende auf einer Hochzeit tragen. Ich finde das für meine Verhältnisse absolut korrekt. Ballroben sind eh nicht erwünscht. :-)

 

Und jetzt zeige ich Euch noch die anderen Modelle, die ich mir in diesem Jahr als Nähprojekte vorgenommen habe. Ich hoffe, ich schaffe bis zum Sommer noch zwei von den Kleidern. Ich glaube aber nicht, das alle schwarz werden. Eher nicht! Mir schwebt da mehr ein schönes Schokoladenbraun vor oder vielleicht sogar eine Beerenfarbe wie Brombeer. Na, mal sehen, was ich so für Stoffe finde.

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Modelle, die eine gute Figur machen aus Burdastyle 05/2012 © GriseldaK 2014
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Di

28

Jan

2014

Mein neuer täglicher Begleiter!

Hallo,

 

habt Ihr am Wochenende auch so gefroren wie wir hier in Berlin-Brandenburg. -10 Grad Celsius. Da bleibt man doch lieber in der warmen gemütlichen Wohnung und näht sich was Schönes! Ich habe dem Winter getrotzt und mir ein schickes Sommerkleid genäht. Aber, haha, davon ein anderes Mal. Jetzt habe ich Euch schön aufs Glatteis geführt! :-) Sorry, der Kalauer musste sein.

 

Heute präsentiere ich Euch nämlich nicht das Kleid, sondern meine neue und erste selbstgenähte Geldbörse. Sie ist, wie ich finde so schön geworden, dass sie mir das Geld ausgeben doch ziemlich versüsst. Gar nicht gut! Aber ich bilde mir gleichzeitig ein, dass so ein stattliches Portemonnaie wie durch Zauberhand immer wieder mit reichlich Zaster aufgefüllt werden könnte. Träumen darf man doch wohl, oder?

Ich mache damit beim Handmadekultur-Gewinnspiel mit. Man kann nämlich eine tolle Nähmaschine gewinnen. Allerdings ist die Konkurenz riesengroß und die Werke der anderen Beteiligten überwiegend ziemlich beeindruckend. Aber dabei sein ist alles!

 

 

© GriseldaK 2014
Portemonnaie innen © GriseldaK 2014

Das Schnittmuster ist mit Fotoanleitung aus der Handmadekultur Nr. 4 (Nov. 2013 - Jan. 2014) von iliketrees. Ich kam mit der Anleitung ganz gut zurecht. Einmal war ich dann aber doch irritiert, weil nicht ganz klar wurde, wo das zweite Kartenfach hin soll. Aber man konnte sich sowieso ein paar Abwandlungen überlegen, was auch viele Mitbewerber getan haben. Da es meine erste selbstgenähte Geldbörse war, bin ich da etwas weniger experimentierfreudig herangegangen. Nur die Verschlußform, dass Bändchen, sagte mir nicht zu. Das finde ich nicht alltagstauglich. Darum habe ich mich für zwei Druckknöpfe entschieden.

© GriseldaK 2014
Portemonnaie außen © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Münztasche © GriseldaK 2014

Der gemusterte Polyester-Stoff ist komplett aus einer Restetüte vom Creativmarkt. War mit 5 € sehr kostengünstig. Ließ sich auch gut verarbeiten. Ich habe ein Volumenvlies zur Stabilisierung genommen, was das Teil etwas knuffiger macht. Das Münzfach ist aus einem goldfarbenen(!) geriffelten Stoff und gefüttert habe ich mit rotem Nylon. Alles Reste und der Reißverschluß ist mal wieder aus dem Fundus meiner lieben Mutter.

 

Mittlerweile ist das neue Werk ein treuer fröhlicher Begleiter geworden. Ich liebe es :-)

 

Und nun schaue ich mal, was beim Creadienstag heute los ist. Und bei Rums.

 

Schneeweiße Grüße,

GriseldaK

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Di

14

Jan

2014

Tasche "Wendy" und Textildesign by GriseldaK

Hallihallo,

 

heute zeige ich die erste Tasche, die ich nach dem mittlerweile schon legendären Schnittmuster "Wendy" der bezaubernden Ina mit ihrem Blog "pattydoo" genäht habe. Man kann dort noch viele weitere schicke  Varianten dieses sehr unkomplizierten Schnittmusters bewundern und nachnähen.

Ich habe mich für den Grundschnitt entschieden, der sehr einfach zu nähen ist. Nur die Träger umzustülpen, ist mit dem dicken Stoff, den ich gewählt habe, eine ziemliche Herausforderung. Ich habe aus Verzweiflung die Träger dann etwas breiter gemacht als in der Anleitung stand. Und das ist ja das schöne an den Anleitungen, das man die Maße nach eigenem Gusto verändern kann. Die Tasche ist auch insgesamt etwas kleiner ausgefallen, weil ich den Stoff nur als Fat Quarter (70 x 50 cm) bestellt habe. So habe ich sie gleich ohne großes Zuschneiden zusammengenäht. Also quasi kaum Stoffreste gehabt.

Den Stoff habe ich von "Spoonflower". Dort kann man eigene Textildesignmuster hochladen und sie dann auf Stoff drucken lassen. Und das habe ich auch so gemacht. Ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man sein eigenes Stoffmuster so unkompliziert auf den verschiedensten Stoffarten drucken lassen kann. ;-) Ich hoffe, es gefällt Euch! Natürlich kann man auch Stoffe bei den anderen Designern der Spoonflower-Familie bestellen. Nur leider dauert es sechs bis acht Wochen bis die Stoffe ankommen und billig ist es auch nicht ganz. Aber wenn man mal was ganz Eigenes von A bis Z herstellen will, lohnt es sich. Die Auswahl an Stoffqualitäten ist auch sehr groß. Ich habe mich für "Heavy Cotton Twill" entschieden. Ein sehr dicker fester Baumwollstoff. Und die Farben meines Musters sind tatsächlich genauso geworden wie ich wollte.

© GriseldaK 2013
Umhängetasche "Wendy" mit eigenem Stoffdesign © GriseldaK 2013
© GriseldaK 2013
Umhängetasche " Wendy" mit eigenem Stoffdesign © GriseldaK 2013

Da es eine Wendetasche ist, konnte ich gleich zwei von meinen selbstentworfenen Mustern verwenden. Fünf verschiedene habe ich auf Heavy Cotton Twill drucken lassen, s. Foto unten. Ein drittes Muster habe ich für die Träger benutzt. Die sehen doch ganz schick aus, oder?

Aus den anderen beiden Fat Quartern will ich eigentlich noch eine zweite "Wendy" machen. Vermutlich aber dann mit Lederboden, um eine etwas geräumigere Variante für große Stoff-Shoppingtouren zu haben!!!

:-)

© GriseldaK 2013
Fat Quarter mit eigenem Stoffdesign © GriseldaK 2013

Es gibt übrigens außer Spoonflower.com in den USA auch noch eine Berliner Firma, die ebenfalls diesen Service für Textildesigner oder Kreative, die sich als Stoffmustermacher mal ausprobieren wollen, anbietet. Die Firma heisst Stoffn.de. Dort habe ich schon viele von meinen Designs hochgeladen und auch einige drucken lassen. Aber leider noch nichts draus genäht. In der linken Spalte auf meinem Blog kommt Ihr zu meinen beiden Profilen namens "Mustermädchen" bei Stoffn.de und Spoonflower.com. Und wie Ihr dann seht, bin ich schon recht fleißig gewesen. Es macht mir riesigen Spaß. Bin schon süchtig. ;-) Habe mir deshalb in diesem Jahr vorgenommen für jeden Tag ein Stoffmuster zu entwerfen. Als regelmäßige Kreativ-Übung, um im Fluß zu bleiben. Nicht alles findet den Weg ins Profil, aber ich versuche nicht zu kritisch zu sein. Ich bin totale Laiin, was das zeichnen, malen und Muster entwerfen angeht, also seid nachsichtig mit meinen Zeichenkünsten ;-)

Viel Spass beim Stöbern und vielleicht ja auch shoppen!

 

Und damit mache ich das erste Mal beim Creadienstag und beim RUMS (rundumsWeib) mit. Voilà!


LG GriseldaK

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Sa

04

Jan

2014

Nähbilanz 2013

 

Liebe Nähnerds und solche, die es werden wollen,

 

2013 war für mich ein tolles Nähjahr, weil es auch mein erstes seit gefühlten 100 Jahren ist. Deshalb packe ich in diesen Blogbeitrag alle selbstgenähten Kleidungsstücke aus diesem Jahr. - Keine Sorge, ich habe nur Acht fertig bekommen! - Nicht zuletzt, weil ich es nur einmal geschafft habe, beim MeMadeMittwoch dabei zu sein. So bekommt Ihr die Sachen wenigstens jetzt im Überblick zu sehen.

Für das erste Jahr habe ich erstaunlich viele Teile genäht, die ich auch sehr gerne und sehr oft getragen habe. Ich wollte vor allem ein paar bequeme Basis-Oberteile haben, die man im Alltag gut tragen kann.

Aber mein absolutes Lieblingsshirt ist das gemusterte Raglan-Shirt mit Schalkragen. Es ist je nach Kombination schick zu tragen oder auch alltagstauglich. Überhaupt bin ich gerade sehr für sportlich-elegante Kleidung.

Natürlich habe ich auch ein paar Schnitte ausprobiert, die sich im Nachhinein als nicht so alltagstauglich herausgestellten. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich sie am liebsten in die Tonne tun würde, aber sie sind nicht so meins. Sie fallen eher unter die Kategorie "gewöhnungsbedürftig" und stehen in diesem Beitrag unter der Überschrift FLOPS.

Aber seht selbst. Ich freue mich schon über Eure Kommentare. :-)

 

Topklamotten 2013

Raglanshirt mit Schal und Jeansrock

© GriseldaK 2013
Top-Kreation 2013 © GriseldaK 2013

Wie schon erwähnt ist das Shirt mein absolutes Lieblingsteil des Jahres 2013. Es ist aus der Burdastyle 8/2013, Modell 131. Ich habe den Schnitt nicht ändern müssen, weil ich die Weite so eigentlich mag. Habe schon bei anderen Damen gelesen, dass sie das Shirt gerne lieber enger tragen. Den Jersey-Stoff habe ich aus dem Fundus von meiner Mutter und ich liebe das Muster. Das einzige, was ich zu meckern hätte, ist, das der Stoff vielleicht etwas zu labrig für den Schal ist, aber damit kann ich leben. Dazu passt der Bleistiftrock aus der Burda plus FS/2013 sehr gut. Hatte das gar nicht von Anfang an geplant, die beiden zu kombinieren. Mich aber sehr gefreut, als ich merkte, dass ich sogar schon ein Kombi-Outfit im Näh-Repertoire habe.

Der Rock ist aus elastischem Jeansstoff und sehr bequem zu tragen. Gut, vielleicht ist er oben etwas zu weit geraten, aber so habe ich mehr Luft im Taillenbereich. Taille, welche Taille? ;-)

Übrigens war diese Näharbeit für mich die größte Herausforderung in diesem Jahr. Denn ich habe viele Dinge zum ersten Mal gemacht. Pattentaschen z.B.!! Oh Mann, bis ich kapiert habe, wie die gehen...
 ;-)

Maxi-Shirt mit Taschen

© GriseldaK 2013
Lieblingsstyle © GriseldaK 2013
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Mi

30

Okt

2013

Me Made Mittwoch - Endlich!

Hallihallo,

 

heute ist mir aufgefallen, dass Mittwoch ist und ich ausnahmsweise mal nicht arbeiten muss. Und! Ich habe auch noch mein selbstgenähtes Lieblingsshirt an. Das schreit doch förmlich danach, endlich mal beim Me MaDe Mittwoch dabei zu sein. Das will ich schon soooo lange. :-)

Das Highlight des Mittwochs ist seit einem Jahr die Werke der vielen talentierten, tapferen Schneiderinnen ( gab es hier eigentlich auch schon mal Schneider? )zu betrachten. Das hat mir Mut gemacht, mich auch mal wieder an die Nähmaschine zu trauen. Wirklich toll, was ich da alles sehe.

So, jetzt will ich Euch aber nicht weiter auf die Folter spannen. Ich habe heute schnell ein paar Fotos geschossen. Voilà:

 

© GriseldaK 2013
Shirt mit Rollkragen © GriseldaK 2013
© GriseldaK 2013
© GriseldaK 2013
© GriseldaK 2013
© GriseldaK 2013

Es ist nach einem Schnitt aus der Burda 9/2012 genäht. Der Stoff ist aus etwas dickerem weichen Jersey aus dem Fundus von meiner Mutter. Dürfte auch schon etwas älter sein. Wenn Ihr Näheres über den Entstehungsprozeß meines Lieblingsshirts ( sooo bequeeeem!!! ) wissen möchtet, könnt Ihr hier reinklicken.

Ihr seht schon, ich versuche mich auch im Bloggen. Muss aber zugeben, dass ich da nicht so oft zu komme. Ich nähe halt lieber ;-)

 

So und jetzt wollen natürlich auch die anderen Kreationen des heutigen Tages bewundert werden. Hier entlang, bitteschön.

 

Einen schönen Tag wünscht

GriseldaK

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So

12

Mai

2013

First piece to start my second season of sewing

© GriseldaK 2013
Rolli aus Jersey © GriseldaK 2013

So, ich hab mich getraut. Mein erstes selbstgenähtes Kleidungsstück in meinem zweiten Nähleben. Mein allererstes überhaupt aus Jerseystoff. Und es hat mir gar nicht weh getan. Leider aber der Nähmaschine - die kurz vor dem Einsetzen von Ärmeln und Rollkragen den Geist aufgab.

Na toll, da traut man sich endlich mal wieder an etwas Anspruchvolleres und boing wird man ausgebremst und muss bangen, ob das Maschinchen überhaupt noch zu reparieren ist.

Aber ich fand eine super Reparaturwerkstatt Fontana Nähmaschinen GmbH in Berlin, die mir meine Nähkampfmaschine wieder zum Laufen gebracht hat. Ein Zahnrädchen vom Unterfadentransport war zerbröselt. Jetzt läuft sie wieder einwandfrei. Danke an dieser Stelle noch mal an die freundliche Werkstatt in Charlottenburg.

© GriseldaK 2013
Versäubern mit Zickzackschere © GriseldaK 2013

Nun zum Kleidungsstück. Es ist nach einem Burda-Schnitt 104B (die längere Variante) aus Heft 9/2012 genäht. Die gewählte Größe passt mir zum Glück perfekt.

  Erste Hürde: In meinem Stofffundus gab es nur von diesem orange-weiss gemusterten Jersey genug Stoff für den Schnitt. Bin mittlerweile aber sehr zufrieden damit, obwohl ich erst andere Stoffe mit gedeckteren Tönen bevorzugte. ;-) Bei denen reichte leider die Stoffmenge nicht aus.

  Zweite Hürde: Zickzack-Stich. Damit habe ich noch nie vorher gearbeitet. Kannte nur Vorstich und ein paar Zierstiche. Und die Frage, ob Zwillingsnadel oder nicht. Irgendwie mag aber meine Singer Futura keine Zwillingsnadeln oder ich habe falsch eingefädelt, so habe ich mich ganz schnell für die einfache Variante entschieden. Dann ein paar Mal auf dem Probestoffstück den richtigen Stich ermittelt und es konnte nach dem Zuschneiden losgehen. Wie gesagt Vorder- und Rückteil habe ich relativ spielend zusammenbekommen, obwohl zwischendurch auch ein paar Nadelwechsel anstanden. Kann mir eigentlich mal bitte jemand sagen, warum die Naht unregelmässig wird, wenn die Nadel kaputt ist? Was geht da vor sich? Ein Mysterium für mich. Ganz ehrlich.

  Dritte Hürde: Nähmaschine ging kaputt (s.o.)

  Vierte Hürde: Ich habe in der Burda-Beschreibung nicht verstanden, wie herum dieser Rollkragen zusammengenäht wird. Soherum oder soherum? Na, bei solchen Fragen wälze ich dann meine diversen Anleitungsbücher und dann fange ich bei weiteren Unsicherheiten an zu Stecken oder zu Heften. Kann man ja wieder trennen. So kapiere ich es meistens am Besten. Habs ja dann auch hingekriegt, wie man sehen kann.

  Fünfte Hürde: Nee, nicht das Muster. Nein, nein, darum habe ich mich gar nicht gekümmert. ;-) Später mehr darüber. Nein, die nächste Hürde war das Einsetzen des Kragens. Schluck. Wie herum muss ich den denn an das Oberteil stecken? Hab ich natürlich erstmal falsch herum drangesteckt. Danach hatte ich es aber verstanden, grins. Irgendwie macht mir dieses Forschen aber auch Spass. Natürlich nur, WENN ich es danach richtig hinkriege. Ansonsten werde ich zum HB-Männchen und sehe aus wie auf meinem Bloggerfoto. Am Rande des Nervenzusammenbruchs!

 

© GriseldaK 2013
Ärmel einreihen © GriseldaK 2013

  Sechste Hürde: Was ist denn Ärmel einreihen???? Okay, wieder Anleitungsbücher gewälzt, ach so, aha, hmhm. Gut, ran an den Feind, ich meine die Ärmel. Wieder heften, diesmal sogar als Technik offiziell genehmigt. Ich habe es also probiert und irgendwann auch kapiert, dass es hier nicht so genau mit den Nahtzugaben zu nehmen ist. Also irgendwie habe ich den Ärmel dann in den Armausschnitt gefummelt, so dass es FAST ohne Falten abging beim Zusammennähen. Finde, das es ganz cool aussieht mit diesen Flügeln(s. Bild). Kam mir dabei total professionell vor, räusper.Ich habe sie natürlich nachher zurückgeschnitten, aber nur schweren Herzens. Schnief, sieht doch so schööön aus... Die Falten haben sich übrigens nach dem ersten Waschen im wahrsten Sinne des Wortes verzogen.

  Siebte Hürde: Das Säumen. Dafür wollte ich eigentlich mit Zwillingsnadel arbeiten. Das hat überhaupt nicht hingehauen. Meine Nähmaschine hat aber einige andere schöne Stichvarianten, die man für dehnbare Stoffe nehmen kann. Ich habe leider kein Foto davon, aber ich benutze einen bestimmten mitterweile sehr gerne und zeige ihn Euch bald mal. Das Säumen finde ich jetzt gar nicht so schwer. Man muss natürlich vorher eine Anprobe machen und evtl. abstecken. Aber ich habe hier ein bisschen nach Auge gearbeitet. Und ich hatte Glück.

  Achte Hürde: Könnt Ihr eigentlich noch? Die meisten langweilen sich bestimmt schon, oder sind schon längst weitergezogen. Ich mache einfach trotzdem weiter, ist für mich ja auch eine Art Nähtagebuch.

Also, achtens: Das Säumen der Ärmel war schwierig, weil die zu eng für meinen Nähmaschinenarm waren. Aber da es ja ein dehnbarer Stoff ist, habe ich ihn eben gedehnt. Zum Glück hat er das gut verkraftet und sich wieder in seine Ursprungsform zurückgezogen. Wie macht man das eigentlich mit nicht dehnbarem Material?

  Neunte Hürde: Muss ich diesen Stoff eigentlich versäubern? Das sieht bei anderen immer so professionell aus. Aber hier war ich faul und habe nur am Kragen und den Armausschnitten sowie Seitennähten versäubert. Mit meiner Lieblingsmethode - der Zickzackschere. Und dann war ich fertig. Und Stolz wie Bolle auf mein erstes eigenes Kleidungsstück aus Jerseystoff. Ich habe den Rolli wirklich schon oft getragen und bin von mir selbst überrascht, was ich da geschafft habe.

  Zehnte Hürde: Moment Mal. Nee, oder? Ich habe beim Zuschneiden gar nicht auf den Musterverlauf geachtet. Ups. Das Muster auf den Ärmeln läuft nun unverrückbar entgegen dem auf den Seitenteilen. Und auf dem Kragen quer. Eieiei. Aber dazu stehe ich. Sieht doch ein bisschen nach Absicht aus, räusper.

  Elfte Hürde: Wenn ich es denn endlich mal schaffe, ein Foto von mir in diesem Teil hinzukriegen, gibt es das dann auch hier zu sehen.

 

Begeisterte Grüße,

Griselda

 

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Mi

27

Mär

2013

Shabby und Schick

© GriseldaK 2013
Polsterstoff © GriseldaK 2013

Nein, diesen wunderbaren Stoff habe ich leider nicht selbst entworfen. Hätte ich aber gerne, das gebe ich zu.

Es ist Zeit für eine neue Stoffgeschichte:

Als ich diesen Stoff im Laden sah, wusste ich sofort, dass ich endlich nach langer Zeit den Richtigen gefunden hatte. Ich suchte nämlich schon seit einigen Jahren den richtigen Polsterstoff für einen Stuhl, den ich auf der Strasse entdeckt habe. Völlig verwaist, mit etlichen Gebrauchsspuren und wackelig ohne Polster. Irgendwie hatte er aber mein Herz erobert und da ich sowieso einen Stuhltick habe, nahm ich mir vor, ihn wieder aufzumöbeln.

Ich belegte dann kurz darauf einen VHS-Kurs für Möbelrestauration und machte aus dem hässlichen Entlein mit rat- und tatkräftiger Unterstützung wieder einen ansehnlichen benutzbaren Einsitzer. Nur ein Polster fehlte noch. Und wie das immer so ist, vergeht aus den verschiedensten Gründen wieder einige Zeit und der Stuhl hat immer noch keine ordentliche Sitzfläche. Aber, man sieht ja, wenn die Zeit reif ist, findet man den passenden Stoff und die Energie und zack, ist der Stuhl wieder ein richtiges Möbelstück, das man benutzen kann.

© GriseldaK 2013
Shabby und Schick © GriseldaK 2013

Jetzt wird es aber Zeit, ihn vorzustellen.

Gestatten, mein Findelkind im neuen Gewand, der "Shabby und Schick".

 

Was ich besonders gut an dem glänzenden Stoff finde, ist, dass er bei unterschiedlichem Lichteinfall auch anders aussieht. Ein tolles Material und ich hoffe, er hält mein Rumgezappel beim Sitzen und Nähen noch lange aus. Es ist nämlich mein Arbeitsstuhl. Das Holz des Stuhls habe ich extra so gelassen wie ich es vorgefunden habe. Er wurde natürlich geputzt, aber ich wollte ihn in diesem schönen natürlichen Shabby-Look belassen. Der luxuriöse Stoff ist ein schöner Kontrast dazu. Ich komme mir bei seinem Anblick immer sehr glamourös vor.

© GriseldaK 2013
Polstern I © GriseldaK 2013

Das Polstern habe ich mir alleine zugetraut. Mit ein paar Tipps aus dem Internet zu Werkzeug und dem Vorgang an sich, war es auch gar nicht so schwer.

Die Holzplatte der Sitzfläche ist noch original. Danach habe ich auf Seidenpapier einen Schnittbogen angefertigt, um mir im Fachgeschäft ein Polster aus Schaumstoff zuschneiden zu lassen. Es gibt da verschiedene Materialstärken und Dicken. Man konnte im Laden ausprobieren, worauf man am bequemsten sitzt.

Dann habe ich mir noch einen Vliesstoff aus dicker Naturbaumwolle gegönnt. Das macht das ganze Sitzgefühl noch angenehmer und auch ein bißchen wärmer. Ich habe es gerne gemütlich.

© GriseldaK 2013
Polstern II © GriseldaK 2013

Ja, und dann geht es los. Man legt Sitzplatte und Schaumstoff exakt aufeinander und beides auf den Vliesstoff. Ich habe nichts zusammengeklebt. Es hält ja nachher auch so. Dann schlägt man zuerst den Vliesstoff um die unterste Kante und tackert ihn fest und entsprechend um die Kante gegenüber, damit er schön spannt und es auf der Sitzfläche keine Falten gibt. Wieder festtackern, wenn alles richtig sitzt. Dann macht man sich an die restlichen Seiten und versucht wie in diesem Fall bei den Rundungen, den Stoff in schöne Falten zu legen, immer darauf achtend, dass auf der anderen Seite keine entstehen.

Und am besten auch an den Kanten nicht, aber da habe ich Abstriche machen müssen.

© GriseldaK 2013
Polstern III © GriseldaK 2013

Mit dem schönen Stoff bin ich im Prinzip genauso vorgegangen, habe aber gemerkt, dass das Falten besonders in der letzten Ecke nicht mehr so gleichmäßig wie ich mir das gewünscht hätte, machbar war. Ich bin ja kein Profi. Und es zählt ja die andere Seite. Von unten guckt doch keiner so genau, oder? ;-)

© GriseldaK 2013
Polstern IV © GriseldaK 2013

So sieht es nun von unten aus. Eigentlich doch ganz passabel. Die Kanten des Stoffes schlägt man ein und tackert sie dann an der Holzplatte fest. Danach einfach umdrehen und in die Aussparung im Stuhl legen. Draufsetzen und auf diese Weise fest andrücken. Es hat tatsächlich gepasst.

Falls jemand von Euch zu diesem Artikel oder auch den anderen Fragen oder Anregungen hat, beantworte ich alles sehr gerne. Schreib mir einfach eine Email oder einen Kommentar.

 

Glamouröse Grüße,

Griselda

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So

03

Mär

2013

Erste Nähversuche nach gefühlten Jahrzehnten...

© GriseldaK 2013
Fenstersichtschutz © GriseldaK 2013

...fühlt sich aber verdammt gut an. Ich weiss gar nicht, warum, aber ich habe wirklich das letzte Mal vor 20 Jahren mit der Singer Futura meiner Mutter ein paar Kleidungsstücke genäht. Dann bin ich nach Berlin zum Studieren und hab es bis heute sein lassen. Trotzdem war ich weiter fasziniert von schönen Stoffen und Schnittmustern in Burda, Carina, Nicole und Brigitte. Die Stoffe und Schnittmuster habe ich immer gehortet und bei jedem Umzug NICHT aussortiert. Nun hat mir meine Mutter die Futura vermacht, weil sie selbst nicht mehr nähen kann und die Lust am Nähen wurde bei mir wieder entfacht.

© GriseldaK 2013
Aufhängung © GriseldaK 2013

Zum Wiedereingewöhnen machte ich mich an was Einfaches. In meinem neuen Arbeitsraum im EG gibt es drei große Fenster zur Straße raus. Dafür brauchte ich erstmal schnell jeweils einen Sichtschutz, weil ich mich sonst ziemlich erschrecke, wenn jemand am Fenster vorbeiläuft oder vielleicht sogar hereinguckt. Diese komischen duchsichtigen weissen Teile für Fenster sind nicht mein Ding. Also Stoff kaufen, Aufhängung überlegen und ran an die Nähmaschine. Ich bin eigentlich ganz stolz auf meine Aufhängungsmethode. Es sind weisse Haken, direkt in den Fensterrahmen eingeschraubt. Bei den Vorhängen habe ich zwei Stücke quasi wie einen Kissenbezug zusammengenäht und die unteren Kanten offen gelassen (fällt besser). Die Vorhänge hängen etwas durch, deshalb überlege ich, ob ich etwas zur Verstärkung durchziehe. Es warten aber noch andere Projekte auf mich. So darf es erstmal bleiben.

© GriseldaK 2013
Kissenbezug © GriseldaK 2013

Weil ich noch ein bisschen Stoff übrig hatte, habe ich mich gleich an das nächste Projekt herangetraut. Einen neuen Kissenbezug. Dabei hat mich gereizt, mit dem gestreiften Stoff zu spielen und die eine Seite des Bezugs optisch aufzulockern, s. Bild re. Meine erste Patchworkarbeit sozusagen. Ich bin ganz stolz, dass ich die Nähte so schön exakt hinbekommen habe.

Die Rückseite besteht aus einem einfachen schwarzen Baumwollstoff. Ich habe den Bezug versucht, genauso zu machen wie den Alten. Der hatte einen Hotelverschluss. Tja, aber irgendwas hat nicht so funktioniert, denn jetzt habe ich,  wie man sieht, einen Kissenbezug mit je zwei stumpfen und zwei spitzen Ecken. Na, dass üben wir noch. Eigentlich finde ich diese unbeabsichtigte Variante aber gar nicht so schlecht. Was meint Ihr?

 

Schöne Tage,

Griselda

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Sa

29

Dez

2012

First Step

© GriseldaK 2012
Baumwollsatin © GriseldaK 2012

Wahnsinn, was man heute alles Tolles unkompliziert durch das Internet selbst entwerfen und auch direkt verwirklichen kann.

So komme ich zu meinem ersten eigenen Stoffdesign ausgedruckt auf echtem Stoff. Ich bin total begeistert und Feuer und Flamme für die nächsten Entwürfe. Nähen möchte ich natürlich auch bald etwas daraus. Mir juckt es total in den Fingern. Falls jemandem dieser Stoff gefällt, könnt Ihr ihn bei www.stoffn.de unter Mustermädchen gerne bestellen und mir Fotos schicken, was Ihr daraus gemacht habt. Ich bin sehr gespannt.

 

Es lebe die Kreativität!

Griselda

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