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Japan Sew Along - zweite und dritte Folge

Liebe Freundinnen des Japan Sew Along,

 

einmal aussetzen heisst nicht nachsitzen, haha, sondern vorpreschen.

Denn ich habe schon ein Modell probegenäht. Ja, Fotos kommen gleich. Noch etwas Geduld ;-)Ich bin im Plan quasi schon beim Dienstag nach Pfingsten angekommen. Streberin. Allerdings weiss ich nicht, ob ich noch die zwei anderen Modelle, auf die ich mich jetzt festgelegt habe, schaffe, wenigstens Probe zu nähen.

 

Letzten Montag konnte ich mich leider nicht online am Japan Sew Along beteiligen, weil ich eine Woche in meiner Entschleunigungsoase ohne TV, Radio und Internet verbracht habe. Deshalb hatte ich in der ersten Woche auch schon so ausführlich einige meiner Lieblingsmodelle aus den Büchern vorgestellt. Vielen Dank Euch allen für die schönen und motivierenden Kommentare. Ich habe zur Vorbereitung dieses Artikels natürlich bei den Posts von letzter Woche gespitzt. Und ich bin neidisch auf die vielen tollen Stoffe, die da vorgestellt wurden. Wo bekommt Ihr die nur immer her?

 

Zur Stoffauswahl werde ich am Ende dieses Posts noch ein paar Sätze schreiben. Erstmal zeige ich Euch, was ich letzte Woche in aller Abgeschiedenheit, ohne Ablenkung und irgendwelche Verpflichtungen (Urlaub pur :-) erarbeitet habe. Ich sage gleich, ich bin stolz auf mein Durchhaltevermögen. Mit dem Ergebnis bin ich nicht so wirklich glücklich. Aber guckt es Euch erstmal an.

 

Als erstes habe ich mich an das Stehkragenkleid Modell 1 aus diesem Buch gewagt:

 

Stehkragenkleid © GriseldaK 2014
Modell 1, S. 4 aus Kleider im japanischen Stil von Sato Watanabe, Haupt Verlag

Dafür habe ich mir einen sehr günstigen grünen Uni-Baumwollstoff gekauft, weil ich aufgrund meiner nicht-japanischen Figur, erstmal ein Probeteil nähen wollte. Und ich hätte dann gleich noch die Möglichkeit gehabt, den Stoff selbst zu bedrucken. Dieser Vorschlag meinerseits wurde ja gleich mit Freuden angenommen ;-).

 

Aber, meine Damen, daraus wird leider nichts, denn erstens habe ich für die Anpassung des Oberteils an meine Körperwelten so viel Stoff verbraucht, dass es für das Rockteil leider nicht mehr gereicht hat. Und zweitens bin ich mit dem Gesamtergebnis wie schon oben verraten nicht so zufrieden. Und nun...Bühne frei:

© GriseldaK 2014
Stehkragenkleid 1. Entwurf, Vorderansicht © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Stehkragenkleid 1. Entwurf, Rückenansicht © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
Stehkragenkleid 1. Entwurf, von der Seite © GriseldaK 2014

Wie gesagt, es ist ein Probeteil. Ich habe den Stoff für das Rockteil noch irgendwo in den tiefsten Untiefen meines Stoffschrankes gefunden. Der dürfte schon 20 Jahre auf dem Buckel haben. Und wie man sieht habe ich ihn vorne quer genommen und hinten längs, weil auch dieser Stoff sonst nicht gereicht hätte. Aber farblich passt er wenigstens zum grünen Stoff.

 

Mein Gatte war sehr nett und meinte zu der unterschiedlichen Streifenführung vorne/hinten: "Das sieht doch nach Absicht aus." Ihm scheint es wirklich zu gefallen. Aber ich fühle mich doch sehr schwanger in dem Kleid. Aber nun mal Schluss mit dem Geplärre.

 

Eigentlich bin ich überrascht, wie einfach dieses Kleid bis auf die Anpassungen zu Nähen war. Ohne Schnittmusterbogen zu arbeiten war zwar neu für mich, aber wirklich kein Problem, weil die Abbildungen in dem Buch wirklich sehr klar sind. Das Oberteil besteht aus vier gleichen Stücken und der Rock aus drei Rechtecken, hinten kommt noch ein Reißverschluß in die Mitte. Na, und der Stehkragen nicht zu vergessen, aber das ist auch ein Rechteck. Also beim Zuschneiden kein Problem.

 

Ich habe alle Maße erstmal so wie im Buch angegeben auf Papier übertragen ohne Größenanpassungen. Vielleicht muss ich ja gar nichts ändern, war meine schwache Hoffnung. Leider musste ich dann doch meine Hüftweite vermessen und mit einrechnen. Die Formel war ja angegeben. Das ging auch ziemlich leicht.

 

Dann habe ich alles auf Stoff übertragen und beherzt zugeschnitten. Natürlich erstmal nur das Oberteil. Nach dem Zusammennähen und der ersten Anprobe habe ich dann festgestellt, dass der Dekolletee-Bereich zuviel Stoff hat, aber der Bereich ab dem Busen eigentlich genug. Das könnt ihr auf diesem Foto sehen:

 

© GriseldaK 2014
Oberteil 2. Version © GriseldaK 2014

Das Foto ist grottig, aber es dient auch nur der Dokumentation.

 

Ich habe den Schnitt dann so geändert, dass ich über die ganze Länge des Oberteils nur 1 cm dazugegeben habe und dafür an der Seite ab der Armöffnung die restlichen 3 cm. Insgesamt vier Mal für jedes Viertel des Oberteils. Denn ich brauchte 4 cm mehr, um den Schnitt auf meine Hüftweite anzupassen. Dann habe ich die gerade Halskante noch etwas abgeschrägt, weil es mich am Kragen etwas würgte.

 

Hier seht Ihr die geänderte Schnittführung:

 

© GriseldaK 2014
Anpassung des Schnittmusters © GriseldaK 2014

Die weissen Linien zeigen die Original-Schnittführung. Alles halt total gerade. Nix für kurvige Silhouetten. ;-) Wie man sieht, hatte ich am Halsausschnitt auch erstmal zu viel weggenommen. Die graue Fläche musste ich dann wieder dazugeben.

 

Für meine erste Schnittanpassung bin ich aber doch sehr zufrieden mit mir. Zum Glück hat es in der Länge genau hingehauen, was mich aber gewundert hat, weil ich doch knapp 1,70 m groß bin.


Nun habe ich aber noch eine Frage an Euch. Wie findet Ihr die Höhe des Rockansatzes? Ich habe hier noch zwei Fotos für Euch, bei denen zu sehen ist, dass ich ein bisschen mit einem Stück Stoff experimentiert habe. Ich könnte mir vorstellen, dass ich, wenn ich diesen Schnitt nochmal anfassen möchte, den Rockteil eher noch etwas tiefer ansetzen würde bzw. das Oberteil entspechend länger mache.

 

Was meint Ihr?

 

© GriseldaK 2014
1. Möglichkeit Oberteil länger © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
2. Möglichkeit Oberteil ca. wie Rockteil in der Länge © GriseldaK 2014

Hoffentlich wisst Ihr, was ich meine.

 

Also zusammenfassend kann ich sagen: Das Nähen ohne Schnittmusterbogen war nicht so schwierig. Aber das Anpassen an meine Figur. Ich mag das Stehkragenkleid schon ganz gerne. Es trägt sich auch gut, aber was die Proportionen angeht, werde ich wohl noch ein bisschen rumprobieren. Vielleicht mache ich auch eine Version mit kürzerem Rockteil, dass es mehr einen 20er Jahre Touch hat. Oder ich lasse die Falten weg. Ein durchgehend unifarbener Stoff würde vielleicht auch helfen....Ist jetzt nicht so, dass mich das Teil nicht anregt, mit den Längen zu spielen ;-)

 

So, nun hattet ihr schon ganz schön viel zum Lesen, aber ich komme zum Ende, nicht ohne Euch ein paar Stoffe zu zeigen. Und natürlich, welche Modelle ich noch ausprobieren möchte.

 

Also diese Stoffe habe ich neulich in einem tollen Stoffstübchen entdeckt. Alles echte Retrostoffe von Anno-Schieß-mich-weg. Da gab es extra ein Regal, wo die Ladeninhaberin die alten Schätze noch bewarte. Da habe ich so einiges bewundert und diese hier gekauft. Ich finde, sie haben alle was japanisches:

 

 

© GriseldaK 2014
Retro-Stoffe für meine Kleider © GriseldaK 2014

Die oberen Beiden sind aus einem angenehm weichen Baumwollstoff. Die unteren sind auch aus Baumwolle, aber viel fester, fast schon wie Polsterstoff.

Den mit den Pünktchen könnte ich mir für dieses Kleid hier vorstellen:

 

© GriseldaK 2014
Modell 18 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Yoshiko Tsukiori

Daran will ich mich eigentlich als nächstes versuchen. Diesmal mit Schnittmusterbogen, aber alles auf Japanisch, oje.

 

Und wenn dann noch Luft ist, würde ich gerne noch dieses probieren:

 

© GriseldaK 2014
Modell J von S. 20/21 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Nani Iro

Mit diesem Stoff:

 

© GriseldaK 2014
Stoff für Modell J © GriseldaK 2014

Na, jedenfalls bin ich froh, dass ich mich drangewagt habe und es macht mir wirklich Spaß beim Japan Sew Along dabei zu sein. Und jetzt Vorhang auf für die 3. Runde.

 

Schneidige Grüße,

Griselda K

Kommentar schreiben

Kommentare: 15
  • #1

    Anke (Montag, 26 Mai 2014 10:35)

    Den Rockteil solltest Du in der Tat tiefer ansetzen, dann fällt das Kleid ganz anders, glaube ich. Im Orginal(foto) sieht man auch, wo der Rockteil bei der Japanerin beginnt, durch ihre kleine Größe ist es viel tiefer. LG Anke

  • #2

    Susanne L (Montag, 26 Mai 2014 10:36)

    Hallo, ich kann verstehen, dass du nicht ganz zufrieden bist. Ich habe festgestellt, dass die Schnitte aus diesem Buch doch sehr durch die verwendeten Stoffe wirken. Ein Stoff mit ähnlicher Bordüre wäre schon toll. Das Oberteil sitzt bei dem Modell im Buch auch sehr weit. Also eher noch weiter, damit es am Busen nicht mehr spannt. Den Rock würde ich etwas kürzer machen. Viel Spaß beim weiter probieren! LG Susanne

  • #3

    :: stoffbuero :: (Montag, 26 Mai 2014 10:38)

    Liebe Griselda,

    vielen Dank für den Einblick in Deine Werkstatt! Meine erste Idee war: Brustabnäher!, das könnte die Passform des Oberteils korrigieren, und die Armausschnitte ließen sich leichter anpassen. Sehr überzeugend finde ich die Überlegung, den Rock ein wenig tiefer anzusetzen (so eine "Tiefe-Taille-Lösung" gefällt mir immer sehr gut), weil dann die Falten nicht direkt über dem Bauch aufspringen und weniger voluminös wirken würden. (Zumindest würde ich das vermuten...)

    Und Modell J mit dem passenden Stoff finde ich auch überzeugend ;-)

    Liebe Grüße
    Catrin

  • #4

    SusanneL (Montag, 26 Mai 2014 10:42)

    Ja stimmt Anke!
    Kommt zum Teil auch durch die Brust, die das Oberteil vorne anhebt. Gut in der Seitenansicht zu sehen. Hinten ist die Länge fast ok. Etwas weiten, dann kommt das Vorderteil vorne etwas runter und eventuel einen Tuck länger. Die Kleider sitzen bei den dünnen Models im Buch schon sehr weit. Um eine ähnliche Optik zu bekommen muss man schon etwas großzügiger in der Weite werden. LG Susanne

  • #5

    Fragolinchen (Montag, 26 Mai 2014 11:19)

    Ich würde auch für tiefe Taille plädieren, das sieht stimmiger aus.

    Und ich hoffe, Du nimmst mir's nicht krumm, wenn ich mich zum Oberteil äußere, wo ich selbst bei den Änderungen herumeiere: Im Oberteil im Brustbereich braucht's mehr Weite, da spannt der Stoff. Und hebt - wie SusanneL schon sagte - vermutlich die vordere Quernaht an.

  • #6

    lucy von lucydinx (Montag, 26 Mai 2014 17:15)

    Ich bin catrins meinung, mein erster gedanke war auch abnäher. Oder mehr weite, weils worklich etwas spannt. Und die zweite variame von tieferer taille gefällt mir echt gut. Die zwei stoffe zusammen find ich gelungen. Und ich finde es gut zu wissen, dass du den halsausschnitt verändert hast. Der stört mich immer bei diesen schmitten.

  • #7

    lucy von lucydinx (Montag, 26 Mai 2014 17:17)

    Und....etwas zu schnell auf sensen;))
    Mir gefällt der stoff für die tunika von nani iro.,dieses buch such ich schon überall.
    So, und jetzt noch
    Liebe güße

  • #8

    griseldak (Montag, 26 Mai 2014 17:58)

    Vielen Dank Ihr Lieben, für die vielen konstruktiven Tipps und Meinungen zu meinem Probeteil. Ich werde auf jeden Fall weiter versuchen, den Schnitt an meine Größe anzupassen. Eine Herausforderung, aber ich habe Ehrgeiz. Also mehr Weite und der Rockansatz wird auf jeden Fall tiefer gelegt. Und ich werde einen festeren Stoff ausprobieren.
    Freut mich Lucy, dass Dir meine aus der Not geborene Stoffkombi gefällt. Und dass es Dir mit den Halsausschnitten auch so geht.
    Das Buch habe ich im Buchhandel bestellt. Hat etwas gedauert bis es da war, aber hat geklappt.
    Liebe Grüße und frohes Weiternähen,
    GriseldaK

  • #9

    Claudia (Montag, 26 Mai 2014 18:12)

    Ich würde dir auch zum tiefersetzen des Rockansatzes raten und ich würde einen kleinen Brustabnäher einbauen, das habe ich jedenfalls bei meinem nächsten Modell geplant, damit es nicht nach Zelt aussieht.
    LG Claudia

  • #10

    Doro (Montag, 26 Mai 2014 18:44)

    Ich kann mich nur den anderen anschließen, tiefere Taille und kleine Brustabnäher und vielleicht wirklich etwas weiter, dass es noch ein bißchen lockerer fällt.
    Aber es ist und bleibt ein schönes Kleid, ebenso wie das Kleid J!! Viel Spaß dabei!!

    Liebe Grüße!
    Doro

  • #11

    Sari (Montag, 26 Mai 2014 19:58)

    Oh wow, ich bin beeindruckt, was diese kleine Veränderung bewirken kann. Ich bin dann auf das richtige Stück schon sehr gespannt!!

  • #12

    Liane Weber (Montag, 26 Mai 2014 20:54)

    Deine Stoffschätze sind sehr schön, der Punktestoff passt sicher gut zu dem favorisierten Modell. Dein Probekleid sieht doch schon sehr vielversprechend aus. Bitte nicht lachen, aber das Bild mit der Sicherheitsnadel finde ich ziemlich interessant, als wenn es fast so hindrapiert gehört. Aber die Änderungstipps der Anderen sind natürlich viel hilfreicher :) Liebe Grüße, Liane

  • #13

    Frau Gold (Montag, 26 Mai 2014 21:53)

    ich würde mir ja wünsche, dass du weitermachst mit dem kleid. das hat wirklich potential!
    oberteil verlängern- gut.
    die probestoffe gefallen mir so-- auch wenn so nicht geplant.
    das Modell J von S. 20/21 aus einem japanischen Schnittmusterbuch von Nani Iro muss auf meine liste. das sieht himmlisch aus. das buch ist schwer zu kriegen?
    beste grüße**

  • #14

    Elke (Montag, 26 Mai 2014 22:05)

    Oberteil mehr auf Figur, Rockansatz tiefer, dann wirkt es auch nicht so nach Schwangerschaftskleid. Auf jeden Fall das Kleid komplett aus einem Stoff. Das waren meine schnellen Gedanken dazu. Der Kragen ist sehr apart. Das gefällt mir gut. Ich bin gespannt, wie Du weitermachst. Toll, dass Du hier so viel Input zu dem Schnitt bekommst. Auch ich möchte Dich ermutigen noch daran herumzufeilen.
    Herzliche Grüße und bis nächste Woche.
    Elke

  • #15

    griseldak (Dienstag, 27 Mai 2014 11:29)

    Oh Mann, Ihr seid großartig. Soviel Ermutigung. Vielen Dank!! Ich werde mich bis zum Wochenende entscheiden, ob ich dranbleibe oder mit dem Pünktchenkleid anfange. Den Schnitt habe ich gestern schon mal abgenommen. Der Schnittbogen ist ja schön übersichtlich. Last Euch überraschen. Bis nächste Woche :-)