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Motiv: "gk_64c", ©Mustermaedchen, www.stoffn.de

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Sommerlicher Herbst mit Weste


Liebe Nähnerds,

 

es wird Zeit. Zeit, wieder dabei zu sein. Beim MeMadeMittwoch. Dort tut sich schon seit 3 Wochen wieder so Einiges. Vor allem hat sich der Kreis der charmanten Gastgeberinnen erweitert. Es ist schön, dass ich mir Mittwochs jetzt wieder neue Inspiration für meine eigene Schneiderei holen kann. Das hat im Sommer doch ein bisschen gefehlt. Allerdings war der so toll, dass man auch lieber draussen am bzw. im Wasser war. Lieber Eis essen oder am Strand liegen wollte, als im Nähstübchen zu werkeln.

 

Aber nun werden die Tage wieder kürzer und ich bekomme wieder Lust an der Nähmaschine zu sitzen. Obwohl der Sommer sich gerade in den Kopf gesetzt zu haben scheint, dass er sich nicht vom Herbst vertreiben lässt. Auch gut, ich nähe trotzdem schon mal vor.

 

Zu meinem letzten Post vor der Sommerpause wollte ich noch nachtragen, dass ich die dort gezeigten Kleidungsstücke tatsächlich sehr gut gebrauchen konnte. Besonders das braune Jerseykleid hatte ich fast die ganze Zeit an. Leicht, luftig und bequem war bei den heissen Temperaturen die angesagte Kleidung. Im roten Kleid machte ich auf einer großen Geburtstagsjubiläums-

feier eine gute Figur. Und ich glaube, ich kann mich an lange Sommerkleider absolut gewöhnen.

 

Eben dieses Kleid führt mich zu dem Kleidungsstück, dass ich heute vorstellen möchte. Es ist eine Weste.

 

Hier schon mal das erste Foto, bevor es hier wieder zu textlastig wird :-)

© GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014

Die Ein oder Andere hat es vielleicht schon erkannt. Ja, ich habe das Ober- teil vom roten Kleid genommen bzw. ein Viertel des Oberteils als Grundschnitt und daraus eine Weste konstruiert. Die Idee, daraus eine Weste zu bauen, kam mir bei den Anproben zum roten Kleid (hier und hier nachzuschauen). Da hier das Oberteil quasi aus vier gleichen Vierteln genäht wird. Vorne mit einer Mittelnaht geschlossen und in der rückwärtigen Mitte wird ein Reissverschluss eingesetzt. Zur Anprobe hatte ich erstmal den Reissverschluß weggelassen, sodass die Rückseite offen blieb. Dadurch ergab sich die Westenoptik. Und die gefiel mir da schon ganz gut. Seitdem spukte mir die Idee im Kopf herum, tatsächlich mal eine Weste aus dem Schnittmuster zu basteln.

 

Das rote Stehkragenkleid ist im Rahmen des Japan Sew Along auf dem Tanoshii-Blog im Frühjahr nach dem Schnitt #1 aus dem Buch "Kleider im japanischen Stil" von Sato Watanabe entstanden. Dort bin ich das erste Mal mit dem Nähen nach japanischen Schnittmustern in Berührung gekommen. Seitdem bin ich begeistert von diesen Schnitten. Denn sie inspirieren mich, wie man sieht, zu neuen Varianten. Das finde ich sehr spannend.

 

Bei Westen ist es ja sehr praktisch, ( wenn man sie so lässig offen tragen will, wie ich hier ) wenn die Innenseite schön sauber aussieht. Deshalb habe ich aus einem blauen Stoff ebenfalls vier gleiche Teile zugeschnitten und die beiden Westen miteinander verstürzt. Dann den Kragen angenäht und dann die Einfassungen für die Armausschnitte. Das hatte ich erst mit der Nähmaschine probiert. Mit äußerst mäßigem Erfolg. Hier war Handarbeit gefragt. Langwierig und Geduld erprobend, aber es lohnt sich, wenn man das Ergebnis sieht.

Übrigens so ganz gleich sind die Teile nicht, denn ich habe die Vorderseiten zur Mitte hin breiter zugeschnitten, damit sie sich überlappen. Eventuell möchte ich die Weste doch mal geschlossen tragen, dann kann ich da noch etwas zum Schließen annähen. In der Höhe habe ich das Originalschnittmuster zwei Zentimeter verlängert.


 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014

Den passenden Stoff hatte ich beim Japan Sew Along auch schon gezeigt. Da wusste ich aber noch nicht, dass er zur Weste werden wollte ;-). Ich fand den total schön von den Farben und mit dieser gepinselten Optik.

 

Nun freue ich mich sehr über mein quasi selbstdesigntes neues Teil, das, wie ich finde, gut zu meinem ebenfalls selbstgenähten Jeansrock nach diesem Burda-Schnitt aus dem Burda plus Sonderheft FS/ 2013 passt. Der ist eigentlich ein Probeteil mit ein paar Nähfehlern (hüstel). Der Stoff von schlechter Qualität, weil aus der Resteecke. Aber trotzdem mag ich ihn manchmal anziehen, weil er total bequem ist.

 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014
 © GriseldaK 2014
© GriseldaK 2014

Und nun gehe ich rüber zum heutigen MeMadeMittwoch-Treffen. Bin gespannt, vielleicht hat die Göttin der Schneiderkunst noch weitere Teilnehmerinnen zum Westen nähen inspiriert.

Und weil die Vorlage ein japanisches Schnittmuster ist, zeige ich es auch beim diesjährigen Tanoshii-Treffen.

 

Viele liebe Grüße,

Griselda K

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Kommentare: 3
  • #1

    kuestensocke (Mittwoch, 08 Oktober 2014 19:16)

    Die Weste ist richtig toll geworden. Der Stoff der Weste ist besonders cool, patchwork-optik in erwachsenen Farben, das findet man selten. Zusammen mit dem Rock ein wirklich schönes Outfit. LG Kuestensocke

  • #2

    Frau Neu näht (Donnerstag, 09 Oktober 2014 19:43)

    Die Entstehungsgeschichte ist sehr interessant; spannend wie ein Kleidungsstück Anlass für das nächste wird. Der Stoff der Weste hat mich bereits in der Vorschau angesprochen. Eigentlich dachte ich zunächst, dass dies ein gepatchter Stoff sei, aber auch so zieht er den Blick auf sich. LG Frau Neu

  • #3

    Picnic Locations in Gurgaon (Donnerstag, 22 Januar 2015 10:41)

    very informative post for me as I am always looking for new content that can help me and my knowledge grow better.