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Top "Berlin" aus La Maison Victor and #fashionrevolutionday

© GriseldaK 2016
I make my clothes! © GriseldaK 2016

Ich muss Abbitte leisten,

 

auf Instagram hatte ich angekündigt, dass ich bei Rums mein neuestes Nähmachwerk vorstelle. Daraus wurde leider nix. Ich werde nie wieder etwas ankündigen, was ich nicht auch tun werde...öhm...man soll ja nie nie sagen ;-)

Schwamm drüber, heute ist #fashionrevolutionday!

Das ist auf jeden Fall auch ein guter Termin, um Selbstgenähtes vorzustellen.

 

Ich bin übrigens nicht zum Selbernähen gekommen, weil diese armen Arbeiter in Bangladesh beim Einsturz des Rana Plaza vor genau drei Jahren Ihr Leben lassen mussten oder verletzt wurden. Dieses schreckliche Ereignis hat mich eher noch darin bestärkt, noch mehr Kleidung selbst zu machen.

 

Ich bin eigentlich zum Nähen gekommen, weil mir die Qualität, die ich gerne gekauft hätte, nicht mehr leisten konnte. Ich gebe zu, dass ich früher oft und gerne in den einschlägigen Fast Fashion Läden geshoppt habe, aber irgendwann kam der Zeitpunkt, wo ich immer öfter enttäuscht von der Stoffqualität, ja hauptsächlich der Qualität der Stoffe, ohne was zu kaufen aus dem Laden gegangen bin.

Natürlich gab es auch andere Gründe, wie z.B. Farben, Schnitte, Größen. Ab einem gewissen Alter ist die Auswahl leider nicht mehr so groß.

 

Ich bin dann öfter in Second Hand Läden gegangen, wo es manchen Schatz zu heben gab. Aber dort war es eher Glück, wenn ich etwas, dass mir gefiel in meiner Größe fand.

 

Frust machte sich breit. Ein ganzer Schrank voll nix zum Anziehen? Ich wollte die billigen Fummel einfach nicht kaufen. Etwas musste anders werden. Zum Glück hatte meine Mutter keine Verwendung mehr für ihre Nähmaschine und übergab sie mir.

 

Hier begann meine persönliche Fashionrevolution. Sehr zögerlich übrigens, aber das Nähen wurde bald zur Leidenschaft. Geschürt von der Erkenntnis, damit auch eine neue Freiheit in der Kleiderwahl gewonnen zu haben. Ich konnte jetzt Schnitte auswählen, die Stoffe und die Passform und alles auch noch so wie ich wollte miteinander kombinieren! Der totale Punk! Unabhängig von dem, was in den Shops angeboten wird. Wow!

Der interessante Nebeneffekt dabei: Ich wollte danach gar nicht mehr Kleider shoppen gehen! Macht sowieso keinen Spass, wenn frau stundenlang auf eine freie Umkleidekabine warten muss. Oder die Pakete von der Online-Bestellung landen beim Nachbarn, der Nachtschicht hat oder bei der Postfiliale, die schon zu hat, wenn man von der Arbeit kommt. Es hatte also mehrere Vorteile, sich die Klamotten selbst zu schneidern.

 

Unter anderem natürlich auch: #nähenmachtspass und #nähenverbindet!! :-)

 

Wenn ich mich mal wieder in so eine Fashionhölle verirre oder aus nostalgischen Gründen pilgere, denke ich beim Befummeln und Betrachten der Klamotten an der Stange oft, dass ich das auch selbst nähen könnte. Da ich aber leider noch nicht die Supernähvirtuosin bin, muss ich manchmal doch etwas kaufen. Da bin ich mittlerweile sehr wählerisch geworden und ich versuche nachhaltig einzukaufen. Heisst in meinem Fall hauptsächlich, wie lange werde ich das gekaufte Kleidungsstück tragen? Sachen, die mir richtig gut gefallen, trage ich schon mal bis sie mir vom Leibe fallen. 

Und danach kann man aus den alten Wegbegleitern ja noch was Neues zaubern.

 

Ich würde auch gerne viel mehr aus Stoffen nähen, die fair und nachhaltig produziert werden, aber das kann ich mir im Moment nur sporadisch leisten. Zum Glück gibt es liebe Menschen, die von meiner Nähleidenschaft wissen und mir hin und wieder eine Tüte voll Stoff vermachen! Dafür bin ich sehr dankbar und meine Kommoden gut gefüllt.

 

Seitdem ich nähe, hat sich natürlich auch eine viel größere Wertschätzung für die Herstellung von Kleidungsstücken entwickelt. Da kann ich nicht mit guten Gewissen eine neue Hose für 9 € kaufen. Da frage ich mich #whomademyclothes und was hat sie bzw. er da noch dran verdient?

Allerdings hat die Cordhose, die ich oben auf dem Bild trage nicht viel mehr gekostet und sie war nicht gebraucht! Das möchte ich hier gestehen. Aber ich brauchte schnell eine und sie gefiel mir total gut. Und ich weiss, dass ich sie tragen werde bis sie mir vom Leibe fällt!

Das ist bei mir und Cordhosen immer so ;-)!

 

 

Nun bin ich wieder bei meiner Klamotte angekommen und möchte Euch endlich mehr Bilder von meinem neuen selbstgemachten Frühlingsfummel zeigen.

 

Hat eigentlich irgendjemand den Text gelesen? Ihr wollt doch nur Fotos sehen! ;-)Das ist okay. Ich lese auch nicht immer alle Texte. Sorry! Ist ja auch ziemlich lang geworden...nun aber endlich Fotos vom

 

TOP "Berlin" aus La Maison Victor Ausgabe 2/2016:

© GriseldaK 2016
Top Berlin, von oben, U-Bootausschnitt © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin mit 3/4-Ärmeln © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin mit U-Bootausschnitt aus Seide © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin aus La Maison Victor 2/2016 © GriseldaK 2016
© GriseldaK 2016
Top Berlin mit Sturmfrisur :-) © GriseldaK 2016

Was? Du liest hier immer noch? Man, das finde ich ja wundervoll! Oder liest Du erst ab hier? Auch gut. Kann ich verstehen. Kein Problem.

 

Ich lege jetzt mal Fakten auf den Tisch:

 

Dieser Blusenschnitt ist der erste, den ich aus einem La Maison Victor-Heft genäht habe. Ich mochte den lässigen eleganten Fall und das ich keine Knopflöcher nähen muss.

 

Der Schnittbogen ist viiiiel übersichtlicher als der von meinen geliebten Burdastyle-Schnitten. Schon mal gut.

 

Die Anleitung ist nicht schwer zu verstehen und reich bebildert. Trotzdem stand ich bei der Anfertigung des U-Bootausschnittes irgendwie auf dem Schlauch. Eine typische Nähblockade. Irgendwann half, dass ich zu mir sagte, "Dann wird es eben nur ein Probeteil!" und ich legte los.

 

Bei den Stoffen habe ich kaum Geld ausgegeben. Der hellblaue ist denke ich aus Viskose, die einen metallenen Schimmer hat. Den habe ich mal geschenkt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Weber! Und der blumige Seidenstoff ist aus einer Restetüte, die 5 € gekostet hat.

 

Der Schnitt ist vorne wie hinten gleich. Ich kann also beide Seiten der Bluse vorne tragen bzw. hinten.

 

Ich habe den Seidenstoff leider mit einer zu steifen Vlieseline verstärkt (hatte gerade nix passenderes da), so dass der Ausschnitt besonders an den Schultern ein wenig abknickt. Das stört den schönen fließenden Fall.

 

Ansonsten mag ich die Optik von der Bluse sehr gerne. Und ich habe mich gefreut, dass ich zwei Stoffe im Fundus hatte, die so gut zusammen passen.

 

Jetzt muss es nur noch wärmer werden, dann trage ich sie auch öfter!

Übrigens habe ich bei mini-wölkchen eine weitere Version vom Top "Berlin" gesichtet. Wie ich finde, sehr schön umgesetzt in meiner Lieblingsfarbe Grau! Vielleicht steht sie Ihr auch einen Tick besser als mir...

 

Was ist Eure persönliche Fashionrevolution?

Und noch eine Frage bleibt offen:

 

#whomademytrousers

© GriseldaK 2016
#whomademyclothes © GriseldaK 2016

Happy Sunny Sewing,

Griselda K

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Kommentare: 1
  • #1

    Anja Kühl (Dienstag, 19 Juli 2016 14:58)

    Liebe Hobbyschneiderin, ich habe deinen Text gelesen. Heute habe ich eine Stunde vor so einem Billigklamottenladen auf einer Bank gesessen und die Kundschaft beobachtet. Es macht mich sehr traurig zu sehen, dass das Shoppen ein Freizeitvergnügen ohne Skrupel geworden ist. Schön, dass das Nähen bei dir einen guten Stellenwert hat. Drück dich unbekannter weise.Anja